Playa del Inglés – In den Morgenstunden des heutigen Freitags kam es San Fernando, nahe Playa del Inglés, zu einem Verbrechen, das aufgrund seiner Dreistigkeit und der hohen Beutesumme für erhebliches Aufsehen sorgt. Ziel der unbekannten Täter war eine Spielhalle im bekannten Einkaufszentrum „Ronda Shopping Centre“ an der Avenida de Tirajana. Während der normale Geschäftsbetrieb in der Umgebung gerade erst anlief, spielten sich im Inneren des Lokals dramatische Szenen ab.
Gegen 10:30 Uhr stürmten mindestens drei maskierte Männer die Räumlichkeiten. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler waren die Täter mit großen Messern bewaffnet und gingen äußerst koordiniert vor. Sie bedrohten die anwesenden Angestellten massiv und forderten die Herausgabe der Bargeldbestände. Da der Überfall kurz nach der Öffnung beziehungsweise während der Abrechnung der vorangegangenen Tage stattfand, befand sich eine ungewöhnlich hohe Summe Bargeld im Gebäude.
Verschiedene Quellen aus dem Umfeld der polizeilichen Ermittlungen sprechen von einer Beute, die sich im Bereich zwischen 84.000 und 100.000 Euro bewegt. Offiziell bestätigt wurde diese Summe von der Nationalpolizei bisher noch nicht, doch die Dimension des Raubes lässt darauf schließen, dass die Täter über Insiderwissen verfügten oder das Objekt über längere Zeit präzise beobachtet hatten.
Flucht mit Strategie: Spur führt zur Autobahn GC-1
Die Flucht der Täter war offenbar minuziös geplant. Zeugenaussagen und erste Rekonstruktionen des Tathergangs ergaben, dass die Kriminellen mit einem als gestohlen gemeldeten Fahrzeug am Einkaufszentrum vorgefahren waren. Unmittelbar nach dem Raub nutzten sie diesen Wagen, um mit hoher Geschwindigkeit vom Tatort zu flüchten.
Die Fahndung der Polizei konzentrierte sich zunächst auf den Nahbereich rund um die Avenida de Tirajana, doch die Täter hatten bereits einen Vorsprung. Kurze Zeit später entdeckten Polizeistreifen das Fluchtfahrzeug verlassen in der Nähe einer Auffahrt zur Autobahn GC-1. Alles deutet darauf hin, dass die Gruppe dort einen geplanten Fahrzeugwechsel vollzog. Ein zweites, bereitgestelltes Auto diente vermutlich dazu, die Ermittler abzuschütteln und unerkannt im fließenden Verkehr der Autobahn unterzutauchen.
Diese Vorgehensweise – die Nutzung gestohlener Fahrzeuge und ein schneller Wechsel an strategisch günstigen Punkten – ist typisch für organisierte Banden. Die Ermittler der Nationalpolizei sicherten am ersten Fluchtwagen bereits Spuren, in der Hoffnung auf DNA-Material oder Fingerabdrücke, die zu den Identitäten der Männer führen könnten.
Intensive Ermittlungen und Auswertung von Videomaterial
Seit dem Eingang des Notrufs arbeitet die Nationalpolizei unter Hochdruck an der Aufklärung des Falls. Unmittelbar nach der Tat wurde das Ronda Shopping Centre teilweise abgesperrt, um Beweise zu sichern und Zeugen zu verfragen. Die Angestellten, die unter Schock standen, wurden psychologisch betreut, konnten aber bereits erste Beschreibungen zum Verhalten und zur Statur der Täter abgeben.
Ein entscheidender Faktor bei den laufenden Ermittlungen ist die Auswertung der zahlreichen Überwachungskameras. Das Einkaufszentrum verfügt über ein modernes Sicherheitssystem, dessen Aufnahmen nun Bild für Bild analysiert werden. Besonders im Fokus stehen dabei:
– Die Kameras im Innenbereich der Spielhalle, um Details zur Bewaffnung und Kleidung zu erhalten.
– Die Kameras an den Ein- und Ausgängen des „Ronda Shopping Centre“.
– Die städtischen Verkehrsüberwachungskameras entlang der Avenida de Tirajana sowie an den Zufahrtswegen zur GC-1.
Die Ermittler hoffen, durch die Kombination dieser Aufnahmen das Kennzeichen des zweiten Fluchtfahrzeugs zu identifizieren oder Hinweise auf die Fluchtrichtung (Richtung Las Palmas oder Richtung Süden) zu erhalten.
Aktueller Stand: Täter weiterhin flüchtig
Trotz der sofort eingeleiteten Großfahndung, an der mehrere Einheiten der Nationalpolizei beteiligt waren, fehlt von den Räubern bisher jede Spur. Bis zum jetzigen Zeitpunkt gab es keine offiziellen Meldungen über Verhaftungen oder Festnahmen im Zusammenhang mit diesem Vorfall.
Die Polizei mahnt zur Vorsicht und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Personen, die am Freitagmorgen verdächtige Beobachtungen im Bereich des Ronda Shopping Centre oder an der Autobahnauffahrt gemacht haben, werden gebeten, sich diskret an die Behörden zu wenden. Es wird geprüft, ob es in der jüngeren Vergangenheit ähnliche Vorfälle auf den Kanarischen Inseln gab, die auf dieselbe Tätergruppe hindeuten könnten.
Der Vorfall hat in der lokalen Geschäftswelt von Playa del Inglés Besorgnis ausgelöst. Viele Betreiber von Spielhallen und Gastronomiebetrieben fordern nun eine erhöhte Polizeipräsenz, insbesondere in den Vormittagsstunden, um Nachahmungstäter abzuschrecken. – TF
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