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Taubenprobleme: Im Süden von Gran Canaria werden 19.300 Euro investiert um die Population einzudämmen

Bild Info: Tauben in Hoher Menge breiten sich überall auf Gran Canaria aus, dank der Fütterung der Bevölkerung und Touristen. Bild: Screenshot MaspalomasAhora

San Bartolomé de TirajanaTauben sind auf Gran Canaria ein grundlegendes Problem, auch in der touristischen Gemeinde im Süden breiten sich diese Tiere kontinuierlich aus. Aus diesem Grund hat die Gemeinde nun eine Firma damit beauftragt die Populationen an Tauben zu regulieren. Dies soll über Einfangen und Geburtenkontrolle geschehen. Für die kommenden zwei Jahre wird die Gemeinde dafür knapp 19.300 Euro ausgeben. Die Dienstleistung der Firma Trulema Fumigadora SL soll dabei das ganze Jahr über beansprucht werden.

Das Unternehmen ist auf Tauben-Kontrolle spezialisiert und hat unter anderem auch in der Hauptstadt von Marokko 9 Jahre lang die Taubenpopulation eingedämmt. In San Bartolomé kann der bestehende Vertrag zweimal um jeweils zwei Jahre verlängert werden.

Primär geht es der Gemeinde um die sogenannten „Hot Spots“ innerhalb des Verwaltungsraumes. Darunter fallen unter Anderem El Tablero, San Fernando, Castillo del Romeral und Juan Grande. Aber auch in anderen Bereichen der Gemeinde soll die Firma tätig sein.

Tauben sind in der Tat für viele Städte und Gemeinden ein Problem, verursacht doch der Kot teils massive Beschädigungen an Gebäuden und anderen Stadtmöbeln. Hier auf Gran Canaria vermehren sich die Tauben zudem schneller. Aufgrund des guten Klimas bekommen Tauben viermal im Jahr Nachwuchs, jedes Mal kommen 10 bis 12 Küken dabei heraus.

Ein Problem ist allerdings auch, das die Bevölkerung die Tiere anlockt. Das passiert meist durch das Bereitstellen von Futter in Parks oder auf Plätzen. Es wird schnell einmal etwas Brot hingeworfen, freuen sich ja auch die Kinder. Allerdings führt dies dazu, dass die Tauben sich fest ansiedeln und somit in den Bereichen noch stärker an Population hinzugewinnen. Dabei ist das Füttern von Tauben in der städtischen Verordnung von San Bartolomé de Tirajana verboten.

Ein Grund warum die Gemeinde nun auch gegen die Tauben vorgeht ist, die Tiere können auch Parasiten und Infektionskrankheiten übertragen, zum Beispiel sind Bettwanzen ein unbeliebter Plagegeist, der von Tauben eingeschleppt werden kann.

Daher auch ein Appell von uns an unsere Leser:
Füttern Sie in keinem Fall die Tauben, weder am Strand, in Parks noch in Hotelanlagen auf den Terrassen oder Balkonen. Danke! – TF

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