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Kanarische Regierung will sich nicht auf den 27. April als Startdatum der Lockerungen festlegen

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Kanarische Inseln – Die Regierung der Kanarischen Inseln will selbst diszipliniert bleiben und keinen Termin für vorzeitige Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen von der Zentralregierung einfordern. Dies teilte Regierungssprecher und Gesundheitsminister Julio Pérez in einer Pressekonferenz am frühen Abend mit. Man habe der Zentralregierung mitgeteilt, dass „Lockerungen an jedes Gebiet angepasst werden müssen. Diese Lockerungen aber auch koordiniert werden müssen“.

Auf die Frage, ob der 27. April, also der kommende Montag, ein denkbares Datum für diese Lockerungen ist und wie das auch der wissenschaftliche Rat mitteilte, meinte Pérez, dass der „Termin von der Zentralregierung bekannt gegeben wird“. Er fügte hinzu, dass er „nicht weiß, ob man über Montag nachdenken kann. Es ist ein Prozess, bei dem jeder Schritt überlegt sein muss, damit man keine Rückschritte machen muss. Ich denke, es wird kein Szenario geben, in dem alle Canarios gleichzeitig herausgehen können“, so sein Verweis.

Man hat sich auf der Ratssitzung heute auch mit Professor Luis Serra, das ist der Sprecher des Expertenausschusses des wissenschaftlichen Rates, per Videokonferenz unterhalten. Es ging um die allgemeinen Richtlinien des Deeskalations-Plans für die Kanarischen Inseln, um diese zu diskutieren. Diese will man dem spanischen Gesundheitsministerium vorlegen.

Pérez wies darauf hin, dass die Regierung der Kanaren „diese Vorgaben aufgrund der Empfehlungen der Experten aufstellen muss, damit diese in die Praxis umgesetzt werden können. Dies ist komplizierter als die Beschränkungen“, denn die „Anforderungen an die Organisation und Kontrollmechanismen sind viel größer“.

Mehrere Phasen wird es wohl geben

Wie auch immer es letztendlich aussehen wird, eines ist klar für Pérez, alle Maßnahmen werden in „mehrere Phasen aufgeteilt, um von einer zur nächsten zu kommen werden Zählmechanismen implantiert. Wenn alles gut verläuft, kann man in die nächste Phase gehen“. In jedem Fall werden Hygienemaßnahmen vorgeschlagen, die unter anderem mit Transport und Geschäften zu tun haben. Es handelt sich um „vernünftige“ Vorschläge, aber es wird die Zentralregierung sein, die den „Motor starten muss“. Obwohl Pérez auch darauf hinwies, dass die Zentralregierung erklärt habe, dass das Archipel „vorteilhafte Bedingungen erfüllt, um in der Lage zu sein, erste Schritte zu unternehmen“.

Für Pérez ist es zu Beginn aller Maßnahmen erforderlich, dass die „Bevölkerung der Kanaren die Disziplin aufrechterhalten wird“. Denn dies wird als „entscheidend“ angesehen, da die neuen Regeln die „jetzt kommen“, komplizierter werden. Weil es Zeitpläne oder Tagespläne oder unterschiedliche Menschengruppen geben wird, um wirtschaftliche Aktivitäten durchzuführen.

Zum Tourismus sagte Pérez, dass die Tourismusministerin Yaiza Castilla die Pläne zur Reaktivierung des Sektors an den Regierungsrat weitergeleitet habe, die dieser der Zentralregierung vorlegen wird. Damit die Regierung sich „der Auswirkungen bewusst“ wird, die der Tourismus auf das Archipel hat. Alles damit der Tourismus aus dieser Krise „gestärkt und als sicheres Ziel“ im Gesundheitsbereich herauskommen kann. Zu möglichen Eröffnungsterminen für Hotels, Bars und Restaurants wollte Pérez keine Auskunft geben. Allerdings könnten „Restaurants nicht wie zuvor öffnen“. Die Regierung habe die Idee, alle Maßnahmen mit den Sektoren abzusprechen, „die umgesetzt werden müssen“.

Nun sind wir leider alle noch immer nicht schlauer, der wissenschaftliche Rat hatte den 27. April als mögliches Datum für Lockerungen ins Spiel gebracht, die lokale Regierung will kein Datum festlegen und schiebt den Ball in das Spielfeld der Zentralregierung. – TF

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