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Neues Tierschutzgesetz in Planung – Töten, Züchten, Handel etc. alles verboten!?

Tierheim Hund
Bild Info: Tierheime dürften dann nicht mehr töten - BILD: Archiv

Spanien – Die spanische Regierung will offensichtlich das Tierschutzgesetz massiv ändern. Ziel ist es, das Aussetzen von Haustieren und das unnötige Töten von Tieren zu beseitigen. In Spanien wird alle 2 Minuten ein Haustier ausgesetzt, damit liegt das Land einsam an der Spitze der EU. Das Ministerium für soziale Rechte hat einen ersten Entwurf des neuen Gesetzes präsentiert. Das Gesetz verbietet demnach das Töten von gesunden Haustieren und auch die Zucht durch Einzelpersonen. Wer einen Hund besitzt, muss eine Art „Ausbildung“ machen. Tierkämpfe von Hunden und Hähnen sollen komplett verboten werden und auch das Tauben-Schießen soll unter Strafe gestellt werden.

Bei ungerechtfertigter Tötung oder Kampfhandlungen mit den Tieren sollen Bußgelder von 100.000 bis zu 600.000 Euro fällig werden. Wer Tiere züchtet, diese aussetzt oder seine Tiere nicht registriert, muss dann mit Bußgeldern von mindestens 30.000 Euro rechnen.

Anfang 2022 soll das Gesetz im Kongress besprochen werden und final genehmigt werden. Dann könnte dieses Gesetz ab dem 1. Januar 2023 in Kraft treten.

Mit dem neuen Gesetz würde auch das Töten von Tieren in Tierheimen beendet werden. Die Tötung von solchen Tieren wäre nur dann noch genehmigt, wenn diese schwer krank sind. Gleichzeitig neben dem Verbot wird die Regierung dafür sorgen, dass mehr Schutzräume geschaffen werden und auch mehr Tierheime bereitstehen werden, all dies soll gefördert werden.

Damit dies alles überhaupt realistisch ist, wird in einem ersten Schritt die Registrierung eines jeden Haustieres in Spanien angeordnet. Eine landesweite Datenbank soll dazu angelegt werden. Gleichzeitig wird die Zucht von Privatpersonen verboten. Zuchten sind dann nur noch von dafür registrierten Züchtern gestattet, diese müssen entsprechende Qualifikationen vorweisen. Das neue Gesetz verbietet sogar Zoos und Tierparks die Zucht sowie Vermarktung von fremden Wildtieren.

Tiere, die als Gefahr für die heimische Flora und Fauna gelten, dürfen weder gehandelt noch gezüchtet werden. Aus diesem Grund dürfen Tiere weder in Geschäften ausgestellt noch verkauft werden, die einzige Ausnahme werden Fische sein.

Quäler und Zoos werden auch reguliert

Es soll auch ein nationales Register angelegt werden, in dem Menschen registriert werden, die einmal Tiere misshandelt haben und/oder gegen das neue Gesetz verstoßen haben. Diese Menschen dürfen zukünftig keinerlei Haustiere mehr halten. Halsbänder mit Stacheln, Stromschlägen und allem, was dem Tier schaden könnte, sollen auch verboten werden.

Zoos dürften mit dem neuen Gesetz künftig keine Delfine mehr hinzukaufen. Dies soll auch für alle anderen nicht heimischen Tiere gelten. Auch ist die Nutzung von Tieren für Paraden, Wallfahrten oder Prozessionen im neuen Gesetz massiv eingeschränkt.

Ein Punkt wurde in dem Gesetz aber völlig vergessen, Stierkämpfe sind in dem Gesetz nicht verboten. Warum dies so ist, ist unklar. Allerdings sollen gesonderte Protokolle für die Rettung von Tieren in Notfallsituationen und Katastrophen ausgearbeitet werden.

Da es sich um einen Entwurf handelt, ist noch unklar, wie das Gesetz letztendlich aussehen wird. Es scheint der Regierung aber sehr ernst zu sein, wenn man sieht, welche massiven Beschränkungen in der Zukunft für die Tierhaltung gelten könnten. – TF

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