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Neue Flugallianz: Binter und Air China vernetzen die Kanaren mit der Welt

Für den Tourismus ist dies ein Meilenstein.

Lesedauer 3 Minuten

Kanaren – Die kanarische Fluggesellschaft Binter und das chinesische Schwergewicht Air China haben eine weitreichende Vereinbarung getroffen, die die Anbindung des Archipels an das internationale Langstreckennetz massiv stärkt. Ziel der Kooperation ist es, die Kanarischen Inseln enger mit globalen Metropolen wie Peking, Havanna und São Paulo zu verknüpfen. Diese Allianz, die zunächst bis Ende 2025 festgeschrieben ist, verspricht nicht nur mehr Komfort für Reisende, sondern auch einen signifikanten Impuls für die lokale Wirtschaft und den internationalen Tourismus auf den Inseln.

Im Kern der Vereinbarung steht die nahtlose Verbindung der Binter-Flüge zwischen den kanarischen Flughäfen Gran Canaria sowie Teneriffa Nord und dem Drehkreuz Madrid (Adolfo Suárez Madrid-Barajas). Dort übernimmt Air China den Weitertransport in Richtung Asien und Lateinamerika. In dieser ersten Phase integriert Air China die Anschlussflüge von Binter direkt in das eigene globale Streckennetz. Für den Passagier bedeutet das: Die gesamte Reise kann in einer einzigen Buchung abgewickelt werden.

Maximaler Komfort durch integrierte Reiseabläufe
Ein entscheidender Vorteil für Reisende ist die Vereinfachung der Logistik am Flughafen Madrid. Durch die Kooperation entfällt das erneute Einchecken oder das eigenständige Abholen und Wiederaufgeben des Gepäcks bei der Durchreise in der spanischen Hauptstadt. Passagiere profitieren von einem durchgehenden Check-in bis zum endgültigen Zielort.

Zudem wurde der Transfer zwischen den Terminals optimiert: Reisende können mit der Bordkarte der jeweils Anschluss bietenden Fluggesellschaft bequem zwischen den Terminals T1 und T2 umsteigen. Dies spart Zeit und reduziert den Stress, der oft mit internationalen Langstreckenverbindungen verbunden ist.

Täglich von den Kanaren nach Peking

Besonders beeindruckend ist die neue Taktung nach Fernost. Dank der Allianz sind nun tägliche Verbindungen zwischen den Kanarischen Inseln und Peking möglich. Der Reiseplan ist präzise auf die Anschlüsse abgestimmt:

  • Hinflug: Die Reise beginnt um 07:00 Uhr auf den Kanaren mit Landung in Madrid um 10:45 Uhr. Der Weiterflug mit Air China startet um 12:55 Uhr und erreicht die chinesische Hauptstadt am darauffolgenden Tag um 05:55 Uhr.
  • Rückflug: Die Maschine aus Peking startet um 02:00 Uhr morgens und landet um 08:00 Uhr in Madrid. Von dort geht es um 11:45 Uhr weiter, sodass Reisende um 13:50 Uhr wieder auf den Kanaren landen.

Zusätzlichen Aufwind erhält diese Route durch die aktuelle Visumpolitik: Spanische Staatsbürger können noch bis Dezember 2026 für touristische Aufenthalte von bis zu 30 Tagen visumfrei in das chinesische Festland einreisen, was die Schwelle für Urlaubsreisen deutlich senkt.

Neue Horizonte: Verbindungen nach Kuba und Brasilien

Neben dem asiatischen Markt stehen auch strategisch wichtige Ziele im Atlantikraum im Fokus. Die Verbindung nach Havanna (Kuba) wird zweimal wöchentlich, jeweils mittwochs und samstags, angeboten.

  • Abflug auf den Inseln ist um 07:00 Uhr, die Landung in Havanna erfolgt nach dem Umstieg in Madrid um 18:50 Uhr.
  • Hinweis für Reisende: Aufgrund der aktuellen Treibstoffknappheit in Kuba legt Air China auf dem Rückweg einen Tankstopp auf den Bahamas ein. Dies kann den Zeitplan des Abschnitts nach Madrid leicht beeinflussen, beeinträchtigt jedoch nicht den direkten Hinflug in die kubanische Hauptstadt.

Auch Südamerika rückt näher. Die Finanzmetropole São Paulo in Brasilien wird dreimal wöchentlich bedient (Abflüge ab den Kanaren montags, donnerstags und sonntags). Der nächtliche Weiterflug ab Madrid um 23:15 Uhr ermöglicht eine Ankunft in Brasilien am frühen Morgen um 05:00 Uhr. Der Rückflug erreicht Madrid kurz nach Mitternacht, wobei der Anschlussflug zu den Inseln am nächsten Morgen um 07:00 Uhr bereitsteht.

Ein Gewinn für Wirtschaft und Tourismus

Die strategische Partnerschaft zwischen Binter und Air China ist mehr als nur eine logistische Verbesserung. Für die Kanarischen Inseln bedeutet sie den Zugang zu neuen, kaufkräftigen Märkten. Insbesondere der chinesische Tourismusmarkt gilt als einer der wichtigsten Wachstumsmotoren weltweit. Durch die tägliche Anbindung wird der Archipel für Individualreisende und Geschäftskunden aus Asien weitaus attraktiver.

Gleichzeitig stärkt Binter seine Position als führende Fluggesellschaft der Region und beweist, dass regionale Anbieter durch geschickte Allianzen mit Global Playern einen echten Mehrwert für ihre Heimatregion schaffen können. Bis Ende 2025 wird sich zeigen, wie stark diese neue „Luftbrücke“ die Handels- und Reisetreue zwischen den Inseln und den Kontinenten festigen kann.

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