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Immobilien-Leerstand soll mit Anreizen wie Mietgarantie und Renovierung bekämpft werden

Die Mietverträge dafür sollen maximal 7 Jahre laufen.

Kanarische Inseln – Der massive Leerstand von Immobilien auf den Kanarischen Inseln, immerhin rund 211.000 Stück, ist nun auch endlich bei der Regierung der Kanaren angekommen. Dieser Leerstand ist auch mit für die Knappheit auf dem Wohnungsmarkt verantwortlich. Jetzt will die Regierung für die Besitzer Anreize reaktivieren, diese Wohnungen auf den Mietmarkt zu bringen, und zwar zu „erschwinglichen Preisen“.

Die Strategie von Pablo Rodríguez, Minister für öffentliche Arbeiten, Verkehr und Wohnung, liegt darin, den Eigentümern Garantien zu bieten. Eine dieser Garantien ist eine sichere Zahlung der Miete und eine weitere soll sein, dass die Wohnung in dem identischen Zustand an den Vermieter zurückgeht, wie dieser die Wohnung übergeben hat. Dafür kann die Miete dann aber auch 20 bis 30 Prozent unter dem Marktpreis liegen.

So erklärte es der Minister in der Kommission für öffentliche Arbeiten, Verkehr und Wohnungsbau auf Antrag der Nueva Canarias (NC). Zu den genannten Maßnahmen gab der Minister noch an, dass man den sozialen Wohnungsbau auf den Kanaren noch weiter verstärken wird und dass man weitere noch nicht fertiggestellte Immobilien aufkaufen wird, um diese schnellstmöglich in Wohnungen umzuwandeln. Die Maßnahmen bezüglich des Wohnungsleerstandes waren von der Vorgängerregierung zwar angestrebt gewesen, doch es war „ein Fehlschlag“, so Rodríguez.

Anreize für Vermieter

Die oben genannten Anreize für leere Immobilien sollen für Mietverträge mit einer maximalen Laufzeit von 7 Jahren gelten. Bisher war dies die Mindestlaufzeit, wenn ein potenzieller Vermieter gewisse Absicherungen durch die Regierung haben wollte. Zudem sollen alle Wohnungssuchenden auf den Kanaren (offiziell sind es 25.000) Zugang zu diesen Wohnungen bekommen können.

Um dieses Projekt zu verwalten, soll eine Kooperationsvereinbarung mit Provivienda getroffen werden. Provivienda soll dann nicht nur bei der Wohnungssuche behilflich sein, sondern auch die Mieter für die Vermieter auswählen. Zudem wird hier eine Anlaufstelle für beide Seiten geschaffen, die bei allen Fragen zur Verfügung stehen soll.

Der Preisdeckel für diese leerstehenden Immobilien soll bei einer Obergrenze von 5 % des kanarischen Basismoduls liegen, was im Umkehrschluss eine reduzierte Miete von 20 bis 30 % zum Marktpreis bedeutet. Derzeit wird wohl analysiert, warum diese 211.000 Immobilien leer stehen. Es gibt aber wohl einige, die baufällig sind und andere haben „Erbschaftsprobleme, die gelöst werden müssen“, so der Minister.

Die NC-Sprecherin, Carmen Hernández, räumte ein, dass dieses Anreizprogramm für die 211.000 leerstehenden Immobilien nicht starten konnte, da es diverse Probleme gab, aber „wenn wir es jetzt gut machen, werden wir immerhin 10 % der Immobilien erhalten“. Eines der Hauptprobleme war auch der Preisdeckel, da fehlten die entsprechenden Anreize für, die nun ja erfolgen sollen. Wobei Hernández betonte, dass wohl weitere Anreize notwendig sein werden. Demgegenüber war Pablo Rodríguez offen und er ließ die Möglichkeit zu, auch steuerliche Vorteile zu prüfen. – TF

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