Gran Canaria – Aufgrund der massiven negativen Einflüsse des Sturms Therese hat das Cabildo von Gran Canaria heute Vormittag den Notfallplan auf Stufe 2 angehoben. Damit geht die Koordination auch über die kanarische Regierung und weitere staatliche Hilfen wie UME sind möglich. Die UME ist auch sofort ausgerückt und hat mit entsprechendem Gerät die Einsatzkräfte vor Ort unterstützt, wie beispielsweise in Arucas, wo es massive Regenfälle gab und die neuen Tunnel an der GC-20 überflutet wurden.
Das Cabildo de Gran Canaria warnt und bittet alle Anwohner und Urlauber um folgendes:
- Betreten Sie keine Wanderwege, Pfade oder Schluchten.
- Parken Sie nicht in Flussbetten und Schluchten.
- Vermeiden Sie Sport- und Freizeitaktivitäten in den Bergen und Naturschutzgebieten.
- Vermeiden Sie unnötige Reisen.
- Wählen Sie die 112 nur in Notfällen.
- Halten Sie sich von Gegenständen fern, die vom Wind verweht werden könnten.
- Entfernen Sie Gegenstände, die aus Fenstern und von Dächern fallen könnten.
- Treffen Sie in Küstengebieten besondere Vorsichtsmaßnahmen.
In den Mittagsstunden hat es insbesondere in den nördlichen Regionen massive Regenfälle gegeben, von bis zu 160 Litern pro Quadratmeter wird gesprochen. Diese Regenmassen haben in Teror zum teilweisen Einsturz des Restaurants El Secuestro (an der GC-432 gelegen) geführt. Auch in Santa Brígida liefen die Straßen voll Wasser. Derzeit sind 20 Straßen auf der Insel nicht wie gewohnt nutzbar. Hier die aktuelle Liste.
Weitere Überflutungen auch im Südosten
Der starke Regen hat auch in Vecindario (Santa Lucia de Tirajana) und Arinaga (Agüimes) für diverse Überflutungen gesorgt. Auch der Staudamm La Sorrueda ist bis zum Bersten gefüllt, und dieser ließ auf geplante Weise das überschüssige Wasser ab. Das geplante Überlaufen hat es bei dieser Talsperre seit dem Jahr 2010 nicht mehr gegeben.
Von den Überschwemmungen waren größtenteils Wohnhäuser in den genannten Regionen betroffen. Aber auch das Gesundheitszentrum in El Doctoral wurde leicht überflutet. In Arinaga wurde die Unterführung an der GC-1 vollständig überflutet und war zeitweise nicht passierbar.
Darüber hinaus führte der Einsturz eines großen Felsens auf der GC-550 dazu, dass Anwohner des oberen Teils von Temisas und Arbeiter der Sternwarte von der Außenwelt abgeschnitten waren. Was die Mobilitätsprobleme auf dieser Straße, die seit gestern an einer Stelle gesperrt ist, weiter verschärfte.
Weitere Fluten auch in San Bartolomé de Tirajana
Durch die Regenmassen in dieser Gemeinde ist auch die Fataga-Talsperre übergelaufen. Eine weitere, die Ayagaures-Talsperre, steht kurz davor. Anwohner in der Nähe des Barrancos müssen aus Sicherheitsgründen evakuiert werden.
Der Wasserrat der Insel überwacht den gesamten Ablauf. Die Anweisung ist eindeutig: Bevor der Stausee Wasser ablässt, sind alle in Sicherheit und die Straße gesperrt. Bürgermeister Marco Aurelio Pérez berichtet, dass die Zufahrtsstraße zum Staudamm, die durch die Schlucht führt, in der Nähe von Aqualand Maspalomas bereits für den Verkehr gesperrt ist. Er merkt außerdem an, dass der Gemeinderat heute Morgen begonnen hat, die Bewohner von Haus zu Haus zu informieren und sie zur Vorbereitung aufzurufen.
Ausblick durch Antonio Morales
Am späten Nachmittag erklärte Inselpräsident Antonio Morales, dass die Gefahr weiterer heftiger Windböen auf Gran Canaria weiterhin besteht. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch und in den frühen Morgenstunden des Mittwochs könnten die Gewitter mit ihren heftigen und unvorhersehbaren Regenfällen, die die Insel in den letzten Tagen heimgesucht haben, erneut auftreten. Daher bleibt die Warnstufe 2 zumindest für die nächsten Stunden in Kraft.
Das Komitee für Katastrophenschutz bestätigte zwar die günstige Entwicklung des Sturms, erklärte aber auch, dass sich Therese in einer instabilen Phase befinde, die voraussichtlich bis Donnerstagmorgen andauern werde.
Morales‘ Aussagen widersprechen der Tatsache, dass die staatliche Wetterbehörde (AEMET) Gran Canaria seit Dienstag, 15:00 Uhr, von den aktiven Regenwarnungen ausgenommen hat und die Insel auch für Mittwoch nicht in den Warnungen enthalten ist. Hier bleibt abzuwarten, wer letztendlich recht haben wird.
Er erklärte weiter, dass derzeit 32 Staudämme auf Gran Canaria überlaufen, darunter auch private, sowohl kleine als auch große Dämme.
Bleiben Sie trotzdem vorsichtig und folgen Sie den oben genannten Ratschlägen! – TF
Weitere Artikel zum Thema:
Sturm: Diverse Orte von der Außenwelt abgeschnitten – Vermeiden Sie weiter Autofahrten!, vom 24.03.2026
Kritische Lage auf Gran Canaria durch Sturm Therese – hier ein Überblick, vom 21.03.2026
Sturm Therese bisher 392 Vorfälle und 2.294 Menschen ohne Strom!, vom 20.03.2026
Bisher 100 Zwischenfälle durch Therese, das Schlimmste kommt wohl noch!, vom 19.03.2026
Sturm Therese: Gesamter Karneval Maspalomas 2026 um eine Woche verschoben!, vom 19.03.2026
Sturm „Therese“ legt Schulbetrieb auf den Kanaren lahm, vom 18.03.2026
Wetterextrem auf den Kanaren: Sturmtief „Therese“ sorgt für diverse Warnungen, vom 17.03.2026
Frisches AMAZON TOP-Angebot eingetroffen, nicht verpassen!
Alle News immer sofort auf das Handy? Jetzt unseren Telegram-Kanal abonnieren.
Jetzt auch unseren WhatsApp-Kanal abonnieren, um immer die neusten News zu erhalten!
Infos-GranCanaria.com ist auch blei BlueSky! HIER folgen!
