Maspalomas – Während der Frühling auf den Kanarischen Inseln in seine volle Blüte geht, bereiten sich die Touristenzentren im Süden Gran Canarias auf einen ereignisreichen Monat vor. Aktuellen Prognosen zufolge wird die Region im Mai 2026 fast eine halbe Million Besucher begrüßen können. Mit einer geschätzten Gesamtzahl von 497.205 Touristen setzt das Reiseziel seinen stabilen Wachstumskurs fort und übertrifft das Vorjahresergebnis von 495.754 Gästen leicht.
Obwohl das Gesamtwachstum mit einem Plus von rund 0,3 % moderat ausfällt, offenbart der Blick in die Details eine interessante Dynamik: Während der internationale Markt eine beeindruckende Resilienz zeigt, kämpft der nationale Tourismus mit Volatilität. Besonders die beliebten Urlaubsgebiete Playa del Inglés, Maspalomas und Meloneras profitieren dabei von ihrer ungebrochenen Anziehungskraft auf europäische Reisende.
Starke Impulse aus Nord- und Mitteleuropa
Ein wesentlicher Pfeiler des Erfolgs bleibt der britische Markt. Großbritannien festigt seine Position als wichtigstes Herkunftsland. Für den Mai 2026 werden 104.271 britische Urlauber erwartet, was einer Steigerung von 0,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Noch deutlicher fällt das Wachstum beim zweitwichtigsten Markt aus: Deutschland. Hier prognostizieren Experten einen Anstieg von 55.364 auf 58.980 Besucher – ein sattes Plus von 6,5 %, das die tiefe Verbundenheit der deutschen Urlauber mit dem Süden der Insel unterstreicht.
Besonders dynamisch präsentieren sich in diesem Frühling die skandinavischen Länder, wenngleich das Bild hier zweigeteilt ist. Während Schweden einen signifikanten Rückgang von über 31 % verkraften muss, erleben andere nordische Länder einen regelrechten Boom. Norwegen sticht dabei mit einem prognostizierten Zuwachs von beeindruckenden 47,4 % hervor (von 5.223 auf 7.699 Gäste). Auch Dänemark legt mit einem Plus von 28,3 % deutlich zu.
Auch andere europäische Nachbarn zeigen verstärktes Interesse an der „Insel des ewigen Frühlings“:
- Irland: Ein Plus von 17,4 % auf 11.480 Besucher.
- Belgien: Anstieg um 13,6 % auf 10.755 Gäste.
- Niederlande: Stabiles Wachstum von 2,5 % auf über 24.000 Urlauber.
Überraschende Spitzenreiter und deutliche Rückgänge
Die größte Überraschung der aktuellen Statistik liefert jedoch Frankreich. Mit einem massiven Zuwachs von 56,2 % klettern die Zahlen von 7.527 auf voraussichtlich 11.754 Besucher. Auch Polen (plus 58,2 %) und Luxemburg (plus 34,2 %) entwickeln sich zu immer wichtigeren Quellmärkten für die lokale Wirtschaft.
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Italien muss einen herben Rückschlag hinnehmen: Die Prognosen gehen hier von einem Minus von 33,4 % aus, was die Besucherzahl auf 8.478 sinken lässt. Ähnlich sieht es bei der Schweiz aus, die mit einem Rückgang von 15 % kalkuliert wird. Auch der US-amerikanische Markt, der in den letzten Jahren oft als großer Hoffnungsträger galt, zeigt sich mit 15.978 erwarteten Gästen leicht rückläufig (-2,6 %).
Die Herausforderung des Inlandsmarktes
Trotz der positiven Signale aus dem Ausland gibt es einen Wermutstropfen: Der nationale Tourismus von der Iberischen Halbinsel schwächelt. Die Zahl der spanischen Festlandtouristen wird voraussichtlich von 219.809 auf 211.498 sinken. Dieser Rückgang um 3,8 % ist der Hauptgrund dafür, dass das Gesamtwachstum der Region nicht höher ausfällt.
Fachleute sehen hierin eine Bestätigung dafür, dass der nationale Markt deutlich anfälliger für wirtschaftliche Schwankungen und den Wettbewerb durch andere Ziele am Mittelmeer ist als der internationale Sektor. Insgesamt werden die internationalen Märkte im Mai 285.707 Touristen erreichen, was einem soliden Zuwachs von 3,5 % entspricht und die Verluste im Inland mehr als ausgleicht.
Fazit für die Region
Die Zahlen für Mai 2026 bestätigen die Widerstandsfähigkeit des Tourismusmodells im Süden Gran Canarias. Die breite Diversifizierung der Herkunftsmärkte erweist sich als wirksamer Schutzschild gegen regionale Krisen. Auch wenn der Wettbewerb im Atlantik und Mittelmeerraum zunimmt, bleibt die enge Bindung an Europa das Rückgrat der inselweiten Tourismuswirtschaft. Mit fast einer halben Million Gästen in nur einem Monat blickt die Branche optimistisch in die kommende Sommersaison. – MF
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