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„Wir machen weiter“: Zement-Gigant CEISA zeigt sich nach Gerichtsurteil völlig unbeeindruckt

Warum die Zementfabrik in El Pajar einfach nicht aufgibt:

Lesedauer 3 Minuten

CEISA gibt sich kämpferisch: Kein Ende in Sicht

San Bartolomé de Tirajana – Die Bagger rollen weiter, die Produktion steht nicht still: Die Zementfirma Cementos Especiales de las Islas (Ceisa) zeigt sich von den jüngsten rechtlichen Entwicklungen rund um den Hafen von Santa Águeda im Süden Gran Canarias völlig unbeeindruckt. Nach der neuesten Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der Kanarischen Inseln (TSJC) sendet das Unternehmen eine klare Botschaft an die Behörden und die Öffentlichkeit: Man weicht nicht zurück und der juristische Kampf um den Standort in El Pajar ist noch lange nicht vorbei.

Für die Geschäftsführung von Ceisa ist das jüngste Gerichtsurteil kein Grund zur Sorge, sondern lediglich eine formelle Randnotiz in einem weitaus größeren juristischen Schachspiel. Aus Unternehmenskreisen heißt es deutlich, dass der aktuelle Beschluss den eigentlichen Kern des Konflikts überhaupt nicht berührt. Anstatt über die Fortführung der wichtigen Hafen-Konzession zu entscheiden, habe das höchste kanarische Gericht den Fall lediglich aus rein formalen Gründen an die erste Instanz zurückverwiesen. Für Ceisa bedeutet das im Klartext: Das Spiel beginnt von vorn, aber die Spielregeln haben sich nicht geändert.

Produktion unter richterlichem Schutz

In einer knappen, aber unmissverständlichen Erklärung machte das Zementunternehmen deutlich, wie man die aktuelle Lage bewertet. „Das Gerichtsverfahren ist weiterhin offen“, betont Ceisa. Das Unternehmen werde nicht zögern, seine wirtschaftlichen und rechtlichen Interessen auch in Zukunft mit allen zur Verfügung stehenden legalen Kanälen zu verteidigen. Diese beharrliche Haltung zeigt, dass der Industriegigant nicht kampflos das Feld räumen wird, obwohl der politische Gegenwind immer rauer wird.

Die wichtigste Nachricht für die Mitarbeiter und Geschäftspartner von Ceisa: Im Hafen von Santa Águeda bleibt vorerst alles exakt so, wie es ist. Das Unternehmen führt seine industriellen Tätigkeiten zur Zementverladung und Produktion ohne jegliche Einschränkungen fort. Möglich ist dies, weil die Firma unter dem Schutz spezieller gerichtlicher Vorsichtsmaßnahmen steht. Diese einstweiligen Verfügungen verbieten es den Behörden, den sofortigen Abbau der Anlagen zu erzwingen, solange das übergeordnete Verwaltungsverfahren nicht endgültig und rechtskräftig abgeschlossen ist.

Ein Streit um überholte Formalitäten

Ceisa betrachtet die andauernden Diskussionen mit der Hafenbehörde Puertos Canarias zunehmend als Streit um längst überholte bürokratische Prozesse. Der aktuelle juristische Rückschlag für die Behörden – alle Details zum aufgehobenen TSJC-Urteil finden Sie in unserem Bericht – bestätigt aus Sicht des Unternehmens nur, dass die rechtliche Situation hochkomplex und von Fehlern seitens der Verwaltung geprägt ist. Die Diskussion, ob ein Antrag aus dem Jahr 2021 wegen „Verwaltungsschweigen“ abgelehnt werden durfte, interessiert bei Ceisa heute kaum noch jemanden. Man konzentriert sich auf die harten Fakten der Gegenwart.

Die Strategie: Zeit gewinnen und Fakten schaffen

Mit der klaren Weigerung, den Hafenstandort aufzugeben, verfolgt Ceisa eine stringente Strategie. Solange die Gerichte die Sachlage immer wieder neu aufrollen und an untere Instanzen zurückverweisen, gewinnt das Unternehmen wertvolle Zeit. Jeder Monat, in dem die Mühlen der Justiz mahlen, ist ein weiterer Monat, in dem die Zementfabrik in San Bartolomé de Tirajana wirtschaftlich arbeiten kann.

Auch die Ankündigung von Puertos Canarias, künftig mit einer harten Räumungsklage gegen die Fabrik vorgehen zu wollen, prallt an der Unternehmensführung vorerst ab. Ceisa hat sich in El Pajar regelrecht eingegraben und macht deutlich: Wer die Anlagen abbauen will, muss sich auf einen erbitterten und extrem langwierigen juristischen Marathon einstellen. Die wirtschaftliche Neuordnung der Küste wird sich somit auf absehbare Zeit weiterhin den Bedürfnissen der Zementindustrie unterordnen müssen. – TF

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