Norweger wegen versuchten Mordes vor Gericht

Bild Info: Ob Justizia hier die richtige Entscheidung finden kann bleibt Fraglich. Bild: Marie-Lan Nguyen

Las Palmas – Vor dem Strafgericht in Las Palmas sitzt derzeit Thomas K. (25) aus Norwegen, ihm wird versuchter Mord an seiner Freundin, die ebenfalls aus Norwegen stammt, vorgeworfen. Der Fall ist etwas kompliziert, da er überwiegend auf den Aussagen der Polizei und des Opfers basiert. Tatsächliche Beweise liegen dem Gericht bis dato nicht vor, im Gegenteil. Doch was war passiert?

Am 24. Juli 2012 waren die beiden am Abend im Jumbo unterwegs und haben 7-8 alkoholische Getränke zu sich genommen. Nachdem die beiden zuhause angekommen sind, gab es zweifelsfrei einen lautstarken Streit. Nachbarn hatten daraufhin die Polizei alarmiert. Die angerückten Beamten haben durch die Tür versucht mit den Streitenden zu kommunizieren, dies führte zu einer leichten Beruhigung. Doch plötzlich hörten die Polizisten ein Keuchen, wie bei einer Erstickung. Ein Beamter machte sich auf den Weg, um auf der anderen Seite der Wohnung durch das Fenster zu sehen. Er sah, wie Thomas K. auf seinem Opfer gesessen hat, und deutete dies als Erstickungsversuch. Die Polizei brach die Tür auf und nahm Thomas K. fest.

Das Opfer wurde anschließend medizinisch untersucht, dabei wurde eine Verletzung am Handgelenk von einem Schnitt festgestellt und das Opfer behauptet, dass Sie sich diesen selbst zugefügt hat, weil Thomas K. Es sonst getan hätte. Würgespuren, die einen Erstickungsversuch belegen könnten, wurden jedoch nicht gefunden.

Die Staatsanwaltschaft verlangte vom Gericht eine Haftstrafe von 9 Jahren wegen versuchten Mordes. Alternativ könnte man auch eine Haftstrafe von 1 Jahr sowie 4 Jahre Kontaktverbot aussprechen, sollte das Gericht der Meinung sein, dass es hier nicht ausreichend Beweise für einen Mordversuch gebe. Dann sei der Tatbestand der häuslichen Gewalt belegt.

Problematisch bei der ganzen Sache ist, dass das Opfer Asthmatikerin ist und Thomas K. Gleich beim Eindringen der Polizei angegeben habe, er wollte ihr helfen, weil Sie einen Asthmaanfall erlitten habe. Die Schnittwunden hat Sie sich selbst zugefügt und durch den Streit habe sie auf einmal keine Luft mehr bekommen. Er habe Ihr helfen wollen und hat deshalb auf ihr gesessen.

Das Gericht hat nun die schwere Aufgabe, Licht in das Dunkel zu bringen. – TF

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