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90% der Ferienwohnungen auf den Kanaren bald verboten? – Inkl. Kommentar

Bild Info: In Playa del Inglés gibt es auch einige Wohnungen die künftig nicht mehr touristisch vermietet werden dürften... Bild: Infos-GranCanaria.com/TF

Kanarische Inseln – Bisher sah es so aus, als könne man sich künftig auf ein friedliches Miteinander von Fereinwohnungsbetreibern und Hotelanlagen freuen. Die Regierung der Kanarischen Inseln hatte eine Änderung der Gesetze in Arbeit, die dazu beitragen sollte endliche klare Verhältnisse zu schaffen. Dies wurde am 22. Mai auch getan, allerdings zum großen „Nachteil“ der Ferienwohnungsbetreiber. Wie der Verband ASCAV nun moniert, sei das Gesetzt so ausgelegt, das rund 90% aller Ferienwohnungen illegal und damit verboten werden würden.

Daher hat der Verband eine Dringlichkeitssitzung mit dem noch amtierenden Präsidenten der Kanarischen Inseln Paulino Rivero beantragt. Laut dem Verband der Kanarischen Ferienwohnungen würden damit einige Gebiete vollkommen als touristisches Ziel verloren gehen, z.B. die gesamte Küste von Barranco de Troy bis nach Callo Salvaje.

Man erwartet von Seiten des Verbandes eine Korrektur, so dass sichergestellt ist, dass nicht so viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen in der Zukunft verboten sind. Dies würde auch zu neuen Arbeitslosen und mehr Armut auf den Inseln führen.

Kommentar:
Man kann sich sicherlich darüber streiten ob es tatsächlich mehr Arbeitslose oder mehr Armut geben würde, denn wie viele wissen, werden Ferienunterkünfte gern von privat an Privat vergeben. Ohne Steuerzahlung oder gar Arbeitsverträge für Putzfrauen etc. Diese Argumentation ist sicherlich auf Ängste geschürt, die wir so direkt nicht sehen. Trotzdem würde eine gewisse Touristenklasse wegfallen, die sicherlich nicht in die großen Bettenburgen einziehen möchte. Dies wiederum gäbe jedoch den kleineren Anlagen, die kein All-Inklusive oder Halbpension anbieten können die Chance wieder in dem Business vernünftig mitzuwirken, denn diese Anlagen klemmen genau zwischen den beiden zu teuer im Vergleich für Ferienwohnungen und im Komplettangebot zu wenig im Vergleich zu den großen Hotels. Trotzdem zahlen die kleinen Anlagen ihre Steuern, haben Versicherungen und alles was das Tourismusgesetz verlangt, dies können und wollen die Ferienwohnungen nicht tragen, denn sonst würde es unrentabel werden. Wir fänden es trotzdem gut, wenn diese „Schwarzmarkt-Nische“ stärker reguliert wird auch wenn damit einige vom Markt verschwinden würden, der Gesellschaft würde dies auf lange Sicht besser tun. – TF

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