IDAHOBIT auf den Kanaren – Inseln wollen Transsexualität ins Antidiskriminierungsgesetz aufnehmen

Bild Info: Der IDAHOBIT findet jedes Jahr am 17. Mai statt und ist weltweit einer der wichtigsten Tage für die Community. Bild: Archiv

Kanarische Inseln – Die Kanaren sind gegenüber allen Menschengruppen sehr offen, dies zeigt auch der Vorstoß des Präsidenten der Kanaren, Fernando Clavijo am gestrigen Tag gegen Homophobie, Biphobie, Transphobie, Interphobie (IDAHOBIT). Er sagte, dass „daran gearbeitet wird, das kanarische Antidiskriminierungsgesetz aus Gründen der Geschlechtsidentität zu ändern, mit dem Ziel, dass Transsexualität nicht als Krankheitsbild angesehen wird“. Er besuchte eine Veranstaltung zu dem Thema.

Clavijo erinnerte auch daran, dass vor 28 Jahren Homosexualität von der Liste der Krankheiten der WHO (Weltgesundheitsorganisation) gestrichen wurde, seither hat sich viel verbessert, aber wir seien noch nicht am Ziel. „Der Kampf für Gleichheit steht über allem, nicht nur für LGBTI“, hat Clavijo angedeutet.

Auf der Veranstaltung wurde auch vorgetragen, dass Transsexualität immer noch als psychische Störung angesehen wird und das rund 80% der Jugendlichen dadurch Selbstmord begehen, die Anerkennung der eigenen Familie und Freunde fehle. Eine Unterstützung, die sich auch Homosexuelle lange erkämpfen mussten und auch immer noch müssen. Daniele Alekai Hernández, der Redner der LGBTI-Gruppe kritisierte, dass Gleichstellungsgesetz im Parlament der Kanaren immer noch von „alten Parteien“ blockiert werden, ein klarer Seitenhieb gegen ewig Gestrige.

Eine weitere Rednerin war Monserrat González, sie forderte die Regierung auch auf, dass für Transsexualität keine medizinische Diagnose mehr erforderlich sei um diese zu bestätigen. Zudem prangerte Sie an, dass besonders Transsexuelle Frauen auf dem Arbeitsmarkt so gut wie keine Chance haben, da müsse mit Begünstigungen gearbeitet werden.

Alles in Allem war es ein erfreulicher IDAHOBIT auf den Kanaren, denn die Politik scheint ja nun doch gewillt zu sein endlich etwas zu unternehmen. – TF

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