Uber will unbedingt auf die Kanaren – Protektionismus der Inseln verhindert dies bisher

Bild Info: Die App von Uber hilft weltweit in mehr als 300 Städten einen privaten fahrer zu finden. Bild: Archiv

Kanarische Inseln – Viele haben den Namen Uber sicherlich schon einmal gehört, dabei handelt es sich um eine App, die für Fahrdienstleistungen von A nach B genutzt wird, eine preiswerte Alternative zum Taxi, so behauptet es das Unternehmen. Allerdings zu welchem Preis? Die Fahrer sind unausgebildet, jeder kann sich dort als Fahrer anmelden, eine Lizenz brauchen die Fahrer auch nicht, der Personenverkehr unterliegt auf den Kanaren allerdings strengen Kontrollen. Aus diesem Grund hatte Uber bisher den Schritt auf das Archipel vermieden. Zudem gibt es derzeit keine neuen Lizenzen oder wenn dann nur sehr begrenzt. Uber bräuchte aber hunderte um den bedarf so zu decken, wie man es gewohnt ist.

Derzeit bietet die App mehr als 300 Städte weltweit an, in denen die Kunden die billigen Privatfahrten buchen können. Fast überall gibt es die gleichen Konflikte mit den Taxiverbänden, denn nirgendwo haben die Fahrer von Uber eine Lizenz. Nun kündigte der Chef des Unternehmens, Juan Galiardo an, dass man im laufenden Jahr und kommenden Jahr 2019 besonders in Spanien expandieren will. Man habe die Daten der App ausgewertet und es erreichen tausende Anfragen täglich das Unternehmen für Dienstleistungen auf den Kanarischen Inseln.

Sobald die Diskussion um Lizenzen für Privatfahrzeuge mit Fahrer beendet ist, würde Uber auf den Kanarischen Inseln starten. Die Frage ist jedoch, wird die Diskussion positiv für Uber enden? Denn dazu müsste das Gesetz geändert werden und die verpflichtende Lizenz für Fahrdienstleistungen abgeschafft werden. Die Kanarischen Inseln sind jedoch immer stets darum bemüht die lokale Wirtschaft zu Schützen, der Protektionismus ist so stark, dass es mehr als schwer vorstellbar ist, dass hier eine andere Richtung eingeschlagen werden könnte. Dies würde nämlich Tür und Tor öffnen für alle anderen Branchen die dann ähnliche Forderungen durchsetzten wollen und vermutlich dann auch per Klage durchbringen könnten.

Trotzdem ist der Uber Chef optimistisch, gegenüber Cadena Ser sagte er, „wir werden die Kanarischen Inseln nicht aus den Augen verlieren und müssen so schnell wie möglich dort starten“.

Behaupten kann man viel, tausende Anfragen täglich sollen es sein, Optimismus in Ehren ist auch gut zuhaben, aber der Uber Chef scheint sich mit den Kanarischen Inseln aber bisher nur in der Anfrage Statistik beschäftigt zu haben. Er sollte sich mal mit den Menschen auf den Inseln und danach mit den Politikern unterhalten, dann wird er ggf. anders denken. – TF

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