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Clavijo (CC): Schlechte Regierung & Flughäfen der Inseln NICHT auf Touristen eingestellt!

Bild Info: EX-Präsindent Fernando Clavijo (Archiv) - BILD: Regierung Kanaren

Kanarische Inseln – Der Ex-Präsident der Kanarischen Inseln und derzeitige Senator der CC-Fraktion im spanischen Senat, Fernando Clavijo sagt, dass die Wiederaufnahme des Tourismus „absolut desorganisiert und chaotisch“ verläuft. Zudem sei keiner der acht Flughäfen auf den Kanarischen Inseln auf die Rückkehr zur touristischen Aktivität vorbereitet. Er kritisiert, dass es nicht sein kann, dass die Passagiere nur durch einen „schlichten und einfachen“ Test mit Wärmebildkameras und einen „Stück Papier“ geprüft werden. Dies bestätigte er in einer Erklärung seiner Partei.

Wir spielen mit dem Feuer und ein Rückfall, wie er bereits in anderen Ländern auftritt, könnte den letzten Stoß für die bereits bestehenden wirtschaftlichen Probleme darstellen“. Er glaubt auch das sich diese Probleme „weiter verschlimmern werden“.

Auf einer Pressekonferenz dazu sagt er noch, dass eine „Öffnung wie die aktuelle zu einer Zerstörung von Beschäftigung, Wohlstand und Chancen führen wird“. Das wird wiederum „noch mehr Schaden anrichten“, als wenn die Dinge „besser geplant worden wären“.

Er kritisiert auch die Flughafenbetreibergesellschaft AENA, die behauptet personell bestens aufgestellt zu sein. Er fragt sich wie dies möglich ist mit nur 150 Mitarbeitern im Gesundheitsbereich für alle in Spanien geöffneten Flughäfen. „Es ist offensichtlich, dass man nicht über optimale Bedingungen und Personal verfügt, um für die Sicherheit der Bürger, Arbeitnehmer und Touristen zu sorgen“. Dafür kritisierter er aber auch die aktuelle Regierung der Kanaren, die nach Artikel 141 des Autonomiestatutes mehr Gesundheitspersonal für die Flughäfen einstellen hätte können. Man muss nicht „immer auf die Lösungen der Zentralregierung warten“, so Clavijo, es „gibt auch andere Lösungen. Die Zentralregierung hat die Kanarischen Inseln einfach nicht auf dem Zettel“, versicherte er weiter. Es stehen Tausende von Arbeitsplätzen auf dem Spiel. Eine Aussage, die sich auch mit der von Tourismusministerin Castilla deckt.

ERTE ist auch hier ein Kritikpunkt

Clavijo nahm sich auch die derzeitigen Probleme bei der Verlängerung des ERTE-Programmes vor. Denn auch er sieht hier das Problem, wie Yaiza Castilla. Sollte das ERTE nicht verlängert werden, so wird die Zahl der Arbeitslosen deutlich über 45 % liegen. Er rechnet auch vor, dass bei nur 30 % Arbeitsplatzverlust der 270.000 Menschen im ERTE-Programm auf den Kanaren dann 85.000 Menschen Arbeitslos werden würden. Er fragte die Journalisten, ob diese noch wissen, wie lange es gedauert hat 85.000 Arbeitsplätze auf den Kanaren nach der Krise von 2008 zu schaffen. „Es hat vier ganze Jahre gedauert!“

Zurück zum unvorbereiteten Tourismus kam er dann zum Ende der Pressekonferenz. Die Kanaren seien „schlecht und spät dran“. Er empfindet es als wichtig, dass die Überwachung der Touristen per Computer eingeführt wird. So könnte man schneller und effektiver handeln, insbesondere „im Fall eines positiven COVID-19-Tests“.

Schlechtes Zeugnis für die aktuelle Regionalregierung

Er ließ auch kein gutes Haar an der aktuellen regionalen Regierung. Diese „ist in ihrem ersten Amtsjahr gescheitert“. Denn die Regierung glänzt durch „Improvisation“. Fest macht er das zum Schluss auch an den Sonderzahlungen für das Gesundheitswesen auf den Kanarischen Inseln. Die Regierung will einen Bonus an die Mitarbeiter des Gesundheitswesens zahlen. Allerdings werden 48 % der Mitarbeiter gar nicht bei diesen Sonderzahlungen berücksichtigt. Dazu fragte Clavijo dann: „Warum lassen Sie die Hälfte der Mitarbeiter aus? Gibt es erstklassige und zweitklassige Angestellte? Sind Ärzte mehr wert als die Menschen, die die Räume putzen?“ – TF

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Quellenangabe :Pressekonferenz Fernando Clavijo (CC)

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