Dertour

Hoffnung für Tourismus – Briten ändern Quarantäne-Regeln für Inseln

Schild für Ankünfte am Flughafen Gran Canaria
Bild Info: Bald wieder Ankünfte von Briten möglich? - BILD: IGC

Kanarische Inseln – Für den Tourismus auf den Kanarischen Inseln gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer. Großbritannien hat angekündigt, die epidemiologische Situation der Inseln in Bezug auf das Festland differenziert zu betrachten, damit würde man den Beispielen aus anderen Ländern, wie Deutschland, Belgien oder Holland folgen. Dies würde bedeuten, dass die Kanarischen Inseln auch wieder britische Gäste empfangen können ohne Quarantänepflicht, sobald die Infektionszahlen ein reduziertes Maß erreicht haben. In Deutschland liegt der Schwellenwert ja bei bekanntlich 50 pro 100.000. Aktuell liegt der Wert auf den Kanarischen Inseln jedoch noch bei 95,38.

Auf Teneriffa macht man sich noch größere Hoffnungen, man vertraut darauf, dass London diese Differenzierung sogar noch verfeinern könnte und die größte Insel der Kanaren bei der nächsten Überprüfung von der „schwarzen Liste“ streichen könnte. Denn auf Teneriffa liegt man unter den 50 pro 100.000 Ansteckungen in 7 Tagen. Aktive Infektionen gibt es auf Gran Canaria derzeit sogar 509,3 pro 100.000 während der Wert auf Teneriffa bei nur 119 liegt. Belgien ist für Teneriffa hier das Vorbild, denn Teneriffa ist von der Reisewarnung in Belgien ausgenommen. Bedeutet also, dass Belgier, die von Teneriffa wieder nach Hause fliegen nicht in Quarantäne müssen.

Die Hoffnung der Kanaren und hier insbesondere von Teneriffa beruht auf einer Ankündigung des britischen Verkehrsministers, der am Montag bereits sagte, dass „wir zum ersten Mal über Daten und Möglichkeiten verfügen, eine neue Inselpolitik zu erstellen und bestimmte Inseln zur Quarantänepflicht hinzuzufügen oder daraus zu entfernen, damit bieten wir den britischen Bürgern den größtmöglichen Schutz“.

Diese Aussage deutet auch darauf hin, dass man sich in London bewusst ist, dass in der kommenden Wintersaison für die Briten Urlaubsziele bereitstehen müssen. Die Kanaren sind das einzige Sonnen- und Strandziel, um die europäische Nachfrage zu befriedigen, so erklärte es ja neulich auch der CEO von Tui, Sebastian Evel.

Regeln bereits in Kraft – Freude bei Ministerin

Großbritannien hat diese neuen Regeln bereits für Griechenland angewendet. Rückkehrer von sieben Inseln des Landes müssen nun nicht mehr in Quarantäne. Dies bedeutet für die Kanarischen Inseln, wenn man nun aufs Gaspedal tritt, dann könnte der britische Tourismus bald wieder auf den Inseln starten.

In den sozialen Netzwerken hat die kanarischen Tourismusministerin Yaiza Castilla bereits „gejubelt“. Es seien „gute Nachrichten für den Tourismus auf den Kanarischen Inseln, für die wir jedoch alle Anstrengungen verdoppeln müssen, um unsere Infektionsrate so schnell wie möglich zu senken“.

Aktuell arbeitet die Regierung daran, die Inseln auf ein sicheres Niveau zu senken. Gleichzeitig werden Protokolle erarbeitet die Tests für Einreise und Ausreise auf den Kanaren beinhalten, damit will man neue Ausbrüche in der Zukunft verhindern. Als die Briten im Juli Spanien und die Kanaren auf die „schwarze Liste“ gesetzt haben lag die Infektionsrate auf den Kanarischen Inseln bei gerade einmal 6 pro 100.000. Man vertraut darauf, dass binnen vier Wochen die Kanarischen Inseln wieder voll kontrolliert sind, damit man im November „gut“ starten kann.

Auch in der EU scheint man mittlerweile auf die Forderungen der Kanarischen Inseln einzugehen. Die EU-Kommission hat sich nun für Tests anstelle von Quarantäne ausgesprochen. Etwas, dass die Kanarischen Inseln ja seit Beginn der Pandemie gefordert haben. Man will die Regeln innerhalb der EU vereinheitlichen, der Rat der EU soll in den kommenden Tagen darüber Debattieren und ggf. auch die Genehmigung dieses Verfahren beschließen. Für die EU-Kommission sind Test nun die „bevorzugte Option“, da die Quarantäne das Recht der EU-Bürger auf Freizügigkeit einschränkt. – TF

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