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Vorschläge für Lockerungen der Kanaren auf dem Tisch – Was wird wann kommen?

Las Palmas – Der Inselpräsident Ángel Víctor Torres trat mit etwas Verspätung vor die Presse, um über die Vorschläge der Inselregierung an Madrid für Lockerungsmaßnahmen zu sprechen. Zunächst stellte Torres klar, dass ein Datum nicht feststehen würde, denn dies obliegt dem Gesundheitsministerium von Spanien. Allerdings hat die spanische Regierung Vorgaben gemacht, die erfüllt sein müssen, damit Lockerungen überhaupt denkbar sind, diese Vorgaben erfüllen die Kanarischen Inseln problemlos.

Eine Vorgabe sei, dass alle Krankenhausbetten in der Region maximal mit 30 % COVID-19 Patienten belegt sein dürfen, auf den Kanaren sind es nur noch 15 %! Zudem dürfen bei den Intensivbetten weniger als 50 % mit COVID-19-Patienten belegt sein, auf den Kanarischen Inseln sind es nur noch unter 25 %. Die durchschnittliche Neu-Infektionsrate der letzten 15 Tage darf 20 Personen nicht übersteigen, auf den Kanaren sind es nur 12. Die Ansteckungsrate muss unter 1 liegen, das ist auf den Kanarischen Inseln seit 23 Tagen bereits der Fall.

Fälschlicherweise berichten Medien gerne darüber das jede Phase eine Woche lang anhalten könnte, Torres klärte auf, dass es „schrittweise gehen wird, nicht wochenweise“. Diese Schritte können auch wieder zurückgegangen werden, wenn ein Kontrollparameter Alarm schlagen würde. Es soll insgesamt 4 Phasen der Lockerungen auf den Kanaren geben, laut den Vorschlägen an das Gesundheitsministerium.

Was die Einreise auf die Inseln betrifft werden alle bisherigen Maßnahmen erhalten bleiben. Bis mindestens 18. Mai bleiben inselinterne Flugverbindungen gestrichen und bis mindestens 31. Mai alle anderen Verbindungen. Das sind auch nur Vorschläge! Dazu zählt auch ein Gesundheitszeugnis der einreisenden Person, wenn dies nicht vorliegt soll eine 15 Tage Quarantäne eingeleitet werden. Dies alles gilt für die 4 Phasen der vorgeschlagenen Lockerungen.

Der Vorschlag der Kanaren sieht vor, dass Personen nach der Art der Hausnummer das Haus verlassen dürfen, bei einer geraden Hausnummer, darf man an gerade Tagen hinaus, bei einer ungeraden Hausnummer eben an ungeraden Tagen. Beispiel, Hausnummer 121 dürfte an Tagen 1, 3, 5, 7, 9, usw. raus. Für die Inseln La Graciosa, El Hierro und La Gomera soll diese Beschränkung nicht gelten, denn auf den Inseln gibt es aktuell keine COVID-19-Fälle mehr. In Phase B könnte dies ggf. auch für La Palma, Fuerteventura und Lanzarote gelten.

Dann wird jeder Tag zudem in Stunden für verschiedene Altersgruppen aufgeteilt. Für Kinder bis 14 Jahren würde das Zeitfenster 15 bis 19 Uhr gelten. Für Personen ab 70 Jahren soll das Zeitfenster 11 bis 13 Uhr vorbehalten sein. Beide Altersgruppen sind von der gerade/ungerade Regel ausgenommen. Ansonsten gilt bei Kindern die Vorgabe der spanischen Regierung.

Training im Freien soll erlaubt werden (14 bis 70 Jahre), aber auch das nur in bestimmten Zeitfenstern. Diese liegen bei 5 Uhr am Morgen bis 9 Uhr am Morgen sowie von 20 Uhr am Abend bis 23 Uhr am Abend. Es ist eine maximale Entfernung von 2 Kilometern um die Meldeadresse gestattet, es sei denn man nutzt das Fahrrad oder geht joggen, dann können es 4 Kilometer sein. Aktivitäten an Stränden sind in der ersten Phase nicht gestattet! Werden aber ggf. für die zweite Phase in Betracht gezogen.

Man darf zum Feriendomizil fahren, um das nötigste zu erledigen, wie Gartenpflege oder Tierpflege. Alles allein, ohne Begleitung.

Jede Person ist verpflichtet sich mit entsprechenden Dokumente auszuweisen, aus denen die Meldeadresse ersichtlich ist.

Einzel-Geschäfte und Frisörsalons dürfen laut Vorschlag ab der ersten Phase wieder öffnen, allerdings nur unter bestimmten Vorgaben. Man darf nur allein hinein und nur mit Maskenpflicht. Zudem soll die Kapazität jeder Geschäfte begrenzt werden. Einkaufszentren dürfen in der ersten Phase noch nicht wieder öffnen. Zum „Bummeln“ darf man auch nicht in die Stadt, man muss einem speziellen Grund haben, was man kaufen will/muss. Die Geschäfte dürfen die normalen Öffnungszeiten anwenden. Diese Regeln gelten auch für andere medizinische Einrichtungen, wie Orthopädie etc. Auch Verwaltungseinrichtungen werden wider unter diesen Vorgaben zugänglich sein.

Alles andere wird frühestens ab der zweiten Phase möglich sein. Darunter fallen Sportstudios oder andere Indoor-Aktivitäten (sogar erst ab Phase 4!), Schwimmbäder, Tennisplätze, Golf etc., Wandern in den Bergen (möglicherweise erst an Phase 3), Strandbesuche (möglicherweise erst ab Phase 3), Kinos und andere Kulturorte (möglicherweise erst ab Phase 3), Touristische Aktivität (möglicherweise erst ab Phase 3 und inselintern), religiöse Veranstaltungen (max. 50 Personen oder 1/3 der Kapazität), Friedhöfe/Beerdigungen (maximal 10 Personen und nur direkte Familie), Einkaufszentren, Restaurants (möglicherweise erst an Phase 3 und nur mit Reservierung, mit maximal 4 Personen und maximal 50 % der Kapazität), Terrassen (wie Restaurants).

Bars und Cafeterien dürfen frühestens ab Phase 3 wieder öffnen, mit gleichen Bedingungen wie Restaurants (ohne Reservierung). Großveranstaltungen wie Romerias etc. sowie Nachtclubs und Straßenzusammenkünfte dürfen in allen 4 Phasen noch nicht stattfinden.

Wenn man sich alles einmal in Ruhe ansehen will, sollte man hier klicken. Da gibt es die komplette Übersicht in spanischer Sprache.

Ob diese Vorschläge so vom spanischen Gesundheitsministerium angenommen werden und wann es dann starten kann, werden wir bald erfahren. Bei allem stellen wir uns nur die Frage, ob man dies dann weiterhin nur alleine machen dürfte oder ggf. mit dem Lebenspartner, denn dies geht nicht aus dem Vorschlägen genau hervor. – TF

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