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Ratgeber: Spanische Schufa, ja die gibt es (ASNEF) – Wie kommt man da wieder heraus?
Bild Info: Screenshot SalirdeASNEF

Ratgeber: Spanische Schufa, ja die gibt es (ASNEF) – Wie kommt man da wieder heraus?

Wir machen hier mal wieder einen kleinen Ratgeber für unsere Leser, diesmal geht es um Ihr Geld! Wobei dieser regionale BLOG-Beitrag für Gran Canaria sich besonders auf die Residenten und diejenigen, die es werden wollen, konzentriert. Viele unsere Leser kennen aus Deutschland etwas wie die Schufa. Unternehmer kennen auch die Creditreform oder andere Schuldnerverzeichnisse. Auch in Spanien gibt es solch ein Verzeichnis. Wobei es anders funktioniert als beispielsweise die Schufa. Seit dem Jahr 1957 gibt es in Spanien die ASNEF (Asociación Nacional de Establecimientos Financieros de Crédito). Hierbei handelt es sich um eine Unternehmensorganisation, die durch Gesetze als Bindeglied zwischen den Finanzhäusern, den Verwaltungen und dem Verbraucher fungiert.

In der Unternehmensorganisation sind diverse Banken und Kreditvergabeunternehmen organisiert. Ein Ziel des Verbandes ist die „Verbesserung der Verbraucherkredite“ in Spanien. Allerdings wird hier auch jeder Verbraucher registriert, ähnlich wie bei der Schufa. Zumindest dann, wenn er einen Vertrag mit einem angeschlossenen Unternehmen eingeht.

Die Liste der angeschlossenen Unternehmen ist recht lang, sie umfasst derzeit 46 Seiten mit jeweils 10 Einträgen. Wobei auf der letzten Seite aktuell „nur“ fünf Partner aufgelistet sind. Also sind in Spanien aktuell 455 Unternehmen an die ASNEF angeschlossen. Wer die komplette Liste sehen will, hier gehts lang! Man kann dort auch suchen und filtern, allerdings nur auf spanischer Sprache.

Doch was kann der Verbraucher tun?

Nicht viel, ähnlich wie in Deutschland werden Daten der Unternehmen bei ASNEF ausgetauscht. Steht man dort als Schuldner drin, dann wird es immer schwerer einen neuen Kredit oder ähnliches zu bekommen. Man kann sich aber helfen lassen und prüfen, ob die Einträge stimmen bzw. auch eine Löschung beantragen.

Auf dem Portal SALIRDEASNEF kann man sich bequem helfen lassen. Der Vorgang zur Einsicht kostet 39,99 Euro, davon sind 9,99 Euro für die Registrierung vorgesehen. Diese zahlt man auch zuerst. Man gibt seine Daten in das Registrierungsformular ein und sendet es ab. Anschließend zahlt man die Registrierungsgebühr. Hier geht es zur Anmeldung bei SalirdeASNEF.

Danach kommt der nächste Schritt für die Datenanforderung, diese kostet 30 Euro. Der Dienstleister übermittelt dann die gespeicherten Daten der ASNEF an den Kunden. Dieser kann dann entscheiden, ob er mit den Einträgen einverstanden ist oder ob diese z.B. falsch sind. Der Dienstleister Salirdeasnef ist Experte für die Löschung von Einträgen bei der ASNEF. Man sagt, dass etwa 75 % der Einträge ohne den Klageweg gelöscht werden können. Sollte dann doch eine Klage notwendig sein, dann wird erst ein Anwalt eingeschaltet, den sollte man sich dann selbst suchen. Diese Dienstleistung wird aktuell von salirdeasnef nicht angeboten.

Die Dienstleistung kann natürlich nicht garantieren, dass Einträge gelöscht werden. Wenn diese rechtlich nicht zu beanstanden sind, beispielsweise durch die Nichtzahlung von Hypothekenraten oder anderen Kreditraten, dann ist daran auch nichts zu ändern, wie bei der SCHUFA auch. Sollte eine Löschung nicht erfolgreich möglich sein, dann ist der Betrag, den man gezahlt hat leider auch nicht Erstattungsfähig. Wichtig zu wissen: Es geht hierbei NUR um private Einträge, Unternehmen können diesen Weg so nicht beschreiten.

Das dieser Service überhaupt kostenpflichtig ist, liegt an den diversen Verfahren die versucht werden, um die Einträge löschen zu lassen. Hier nochmals der Hinweis, korrekte Einträge lassen sich in keinem Fall einfach löschen. Erst wenn diese rechtlich abgeschlossen sind, ist dies möglich! Wichtig ist, dass immer alle Daten korrekt angegeben werden, sonst kann es zu ungewollten Fehlern kommen! Leider wird der Service derzeit auf der Webseite auch nur in spanischer Sprache angeboten. – MF

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