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Tourismus-Sektor der Kanaren ist „besorgt“ über die aktuelle Lage

Kanarische Inseln – Im Tourismussektor der Kanaren breitet sich „Besorgnis“ über die aktuelle Entwicklung der Corona-Fallzahlen aus. Dies Reaktivierung des Tourismus könnte durch diese aktuelle Entwicklung deutlich gefährdet werden. Man weiß zwar auch, dass der Impfplan mittlerweile eine gute Geschwindigkeit aufgenommen hat und damit ist die Situation deutlich besser als vor einigen Monaten, aber die Sorge wächst.

Im parlamentarischen Ausschuss musste gestern die Tourismusministerin Yaiza Castilla unbequeme Fragen beantworten. Es ging um Großbritannien und auch Deutschland. Ciudadanos fragte sich, ob Deutschland die Kanaren bald wieder als Risikogebiet einstufen wird, da man die Lage als „sehr ernst“ betrachtet. Damit wäre nach Großbritannien dann ein weiterer „dunkler Fleck“ bei den Quellenländern zu finden.

Am Nachmittag hatte das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland die Reisewarnungen aktualisiert und die Kanarischen Inseln noch nicht mit auf dies „schwarze Liste“ gesetzt. Allerdings hat das Ministerium auch einen Bericht an die Regierung weitergeleitet, der die epidemiologische Lage auf dem Archipel detailliert analysiert. Darin sind auch die Maßnahmen enthalten, die vor Ort ergriffen werden, um den Anstieg der Infektionszahlen zu stoppen, das Ergebnis war, dass die Kanaren „aus der Waage geraten sind“.

Castilla sei aber zuversichtlich, dass die „Maßnahmen und die Eigenverantwortung“ es ermöglichen werden, die Inzidenzen zu senken. Sie gehe aber davon aus, das die Hauptquelle an Touristen in diesem Sommer ohnehin das spanische Festland sei. Obwohl sie zugeben musste, dass ein „kleiner Anteil an internationalen Gästen verloren gehen kann“. Für die kommende Hochsaison rechnet Sie mit einer deutlichen Besserung, „wenn wir das Impfniveau beschleunigen und die Inzidenzen senken“.

Tourismus-Branche kritischer

Der Branchenverband FEHT tritt da etwas mehr auf die Bremse. So erklärte eines der Vorstandmitglieder, Nicolás Villalobos, dass „die Situation nur überwunden werden kann, wenn wir eine hohe Impfrate erreichen“. Daher schlug er vor, die öffentlichen Mittel zur Erreichung dieses Zieles aufzustocken. Er gab auch an, dass die Branche auch für diesen Sommer nie mit einer guten Entwicklung gerechnet hatte, ein paar „tröpfelnde internationale Touristen“ ergänzen die paar Gäste vom Festland. Aber man sei zuversichtlich, dass „im vierten Quartal eine Erholung eintreten wird“, sofern die „notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, um die Impfungen zu beschleunigen“.

Auch der Präsident von ASHOTEL (Teneriffa), Jorge Marchial, äußerte sich besorgt über die aktuelle Lage und die mögliche Erholung des Sektors, insbesondere auf Teneriffa. Man hoffte das einige Länder die Reisen wieder ermöglichen werden, dies sieht er aktuell noch nicht kommen. Eher wird es zu Verzögerungen kommen, dies wäre ein erneuter Rückschlag, auch für die Sommermonate.

Er verwies aber auch auf die veränderten Rahmenbedingungen, die sich im Vergleich zu den Wintermonaten deutlich „verbessert haben“: Die Zahl der Todesfälle sei „deutlich rückläufig, daher ist die Gefahr durch das Virus nicht dieselbe“. Zudem könne man nicht „die gleichen Marker verwenden, insbesondere durch die hohe Impfrate“. Allerdings sei es wichtig die „Sicherheit auf den Kanaren zu erhöhen“. – TF

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