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Ab Herbst werden wohl Wasserflugzeuge auf den Kanaren starten

Kanarische Inseln – Eine neue und ungewöhnliche Fluggesellschaft wird ab dem kommenden Herbst den Himmel der Kanarischen Inseln „bevölkern“. Surcar Airlines will mit Wasserflugzeugen die beiden Hauptstädte der Kanarischen Inseln binnen 30 Minuten verbinden. Im Angebot sollen etwa 15.000 Flugtickets pro Jahr sein. Zum Einsatz kommen soll wohl das Modell DHC-6 Twin Otter Aircraft, wie auf dem Bild zu sehen, ist dieses Modell auch auf den Malediven im Einsatz.

Dabei ist diese Idee auf den Kanarischen Inseln nicht neu, in den 1950er Jahren gab es bereits Wasserflugzeuge auf den Kanarischen Inseln. Damals mit einer Verbindung ins britische Southampton. Dabei sollen die Wasserflugzeuge nicht nur eine Alternative darstellen, sondern auch den sozialen Zusammenhalt und die Entwicklung der Inseln fördern. Ein Konzept welches in Städten wie Kopenhagen, Vancouver oder aus Seattle genau so aufgegangen ist. In diesen Städten „sind Wasserflugzeuge seit rund 30 Jahren wichtige Akteure des regionalen Verkehrssystems“, sagt Surcar Airlines in einem Statement.

Bevor es im Herbst 2022 losgehen kann, will Surcar Airlines am 31. Januar 2022 einen Präsentationsflug zwischen Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife durchführen. Dabei soll „die Realisierbarkeit des neuen kanarischen Projektes demonstriert werden, welches darauf abzielt, das Transportsystem zwischen den Inseln zu revolutionieren“.

Das Unternehmen ist eines, welches in Spanien gegründet wurde und das erste Unternehmen speziell für Wasserflugzeuge. Das meiste Kapital stammt von Unternehmern auf den Kanarischen Inseln und es wird in die ZEC-Zone eingegliedert (Steuervorteile). Beteiligt an dem Unternehmen ist aber auch Nordic Seaplanes, der bisher einzige Betreiber von Wasserflugzeugen in Europa, genauer gesagt in Dänemark.

Pläne und Ziele des Wasserflugzeuges auf den Kanaren

Das Konzept ist dabei recht einfach, man will die Inseln noch schneller miteinander verbinden und dabei die Umwelt schonen. Surcar Airlines behauptet, dass man rund 30 % an Emissionen pro Passagier einsparen wird, verglich zu den normalen Flugreisen zwischen den Inseln.

Damit das Unternehmen überhaupt offiziell den Betrieb aufnehmen kann, ist aber auch eine neue Verordnung der staatlichen Agentur für Flugsicherheit (AESA) notwendig. Auch ein technischer Bericht, der der vom Verteidigungsministerium in Auftrag gegeben wurde, der den „Einsatz von Passagierflugzeugen in den Häfen von Las Palmas de Gran Canaria und Santa Cruz de Tenerife“ analysieren soll, um festzustellen, ob „Sicherheit und Unbeeinflussung des Hafenverkehrs“ vorliegen, ist dafür noch ausstehend.

Neben der Strecke zwischen Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife will das Unternehmen auch gleich eine Verbindung zwischen Santa Cruz de Tenerife und Santa Cruz de La Palma anbieten. Die Hauptzielgruppe sollen Geschäftsreisende sein, aber auch Urlauber, besonders an den Wochenenden.

Miguel Ángel González, Direktor von Surcar Airlines sagt: „Es ist ein sehr aufregendes Projekt für das gesamte Team, denn das Schaffen neuer Erfahrungen ist immer motivierend, aber vor allem ist es die Fähigkeit, die dies mit sich bringt, um unsere Inseln näher zusammenzubringen“. Er danke auch der Hafenbehörden, die „stets ihr Engagement für das Projekt gezeigt haben“.

Spannend, lassen wir uns überraschen, ob es klappen wird. – TF

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