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Gefängnisse der Kanaren beherbergen 3.494 Insassen – Höchster Wert seit 2014!

Außer auf La Palma sind alle Gefängnisse überbelegt!

Kanarische Inseln – Die Strafvollzugsanstalten der Kanarischen Inseln, fünf an der Zahl, melden, dass bis Ende Juni 2022 insgesamt 3.494 Insassen registriert wurden, das ist die höchste Zahl an Straftätern seit September 2014. Dies geht aus dem jüngsten Bericht des kanarischen Statistikinstituts (ISTAC) hervor.

Von diesen 3.494 Insassen seien 3.278 Männer und 216 Frauen, heißt es in dem Bericht weiter. Was der Bericht nicht inkludiert, ist die Zahl der Personen, die sich in Rehabilitierungszentren (CIS) befindet. Schätzungen gehen von 300 aus.

Seit dem März 2021 steigt die Zahl der Insassen in den Gefängnissen der Kanarischen Inseln kontinuierlich an. Vor über einem Jahr waren es noch 3.289 Personen. Allerdings ist es noch nicht der Höchstwert, der je registriert wurde. Im April 2013 lag die Zahl der Häftlinge bei 3.813 Personen.

Joaquín Leyva, Sprecher des Verbandes der Vollzugsverwaltungen (ACAIP), weist darauf hin, dass es auf den Kanarischen Inseln in allen Strafvollzugsanstalten Überfüllungen gibt, mit Ausnahme von La Palma.

Zahl der Insassen nach Gefängnis

Teneriffa II besitzt 771 Zellen und mehr als 880 Insassen. In Las Palmas II (Juan Grande) besitzt 1.008 Plätze, es gibt mehrere Module, dadurch reduziert sich die Kapazität auf 828, aber es gibt mehr als 950 Insassen. In Las Palmas I gibt es 730 Insassen im Vergleich zu einer offiziellen Kapazität von 606; und in Arrecife mehr als 350 Insassen für eine Kapazität von 236 Zellen.

Leyva betont, dass diese im spanischen Gefängnissystem übliche Überbelegung die interne Klassifizierung der Insassen „stark einschränkt“ und dazu führt, dass „fast alle“ Zellen verdoppelt werden, auch wenn das Gesetz vorschreibt, dass sie für den individuellen Gebrauch bestimmt sind.

Die Insellage wird auch in den kanarischen Gefängnissen verspürt, da sie es den Insassen erschwert, entweder auf andere Inseln oder auf das Festland verlegt zu werden. Dies führt schließlich zu „Sicherheitsproblemen“ in den Zentren und zu Aggressionen zwischen Häftlingen und Beamten.

Eine weitere Besonderheit der Kanarischen Inseln ist, dass sie ein „Einfallstor“ für die Einwanderung sind, was sich auch auf die Strafvollzugsanstalten auswirkt: Menschen, die in ihre Herkunftsländer überstellt oder zurückgeschickt werden, werden auch in Gefängnissen untergebracht.

Alle diese Probleme werden durch den „stetigen Personalmangel“ verschärft. – TF

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