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Kanaren fordern von Zentralregierung ein Gesetz zur Abschaffung von Prostitution

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Kanarische Inseln – Das Parlament der Kanarischen Inseln hat am gestrigen Mittwoch einstimmig beschlossen, die Zentralregierung von Spanien aufzufordern, ein Gesetz für die Abschaffung von Prostitution in Spanien auszuarbeiten. Damit will man auch den illegalen Menschenhandel weiter bekämpfen. Alle Parteien waren sich im Parlament einig, nachdem die Regierungskoalition aus PSOE, NC, Podemos und ASG diesen Vorschlag vorgelegt hatten.

In dem Vorschlag der kanarischen Regierung wird auch gefordert, dass Maßnahmen zur Bekämpfung der Zwangsprostitution durch Menschenhandel ausgearbeitet werden. Zudem soll, laut Wunsch der kanarischen Regierung, das Gesetz umfassende Alternativen für die berufliche und soziale Wiedereingliederung bereitstellen.

Man weist in dem Vorschlag darauf hin, dass Zwangsprostitution durch Menschenhandel die grausamsten und gewalttätigsten Erscheinungsformen gegenüber Frauen darstellen. Beides gehört zur gleichen Gewaltstruktur.

Die Abgeordnete der ASG, Melodie Mendoza erklärte vor dem Parlament, dass Spanien das erste Land in der EU und das drittgrößte Land der Welt ist, indem Prostitution stattfindet. Der Hauptgrund dafür ist, dass Männer in Spanien Prostitution als „Freizeitbeschäftigung“ ansehen. Die Sprecherin der NC, Carmen Hernández sagte, es „sei beschämend, dass Spanien diese Liste anführt“.

Der Sprecher von Ciudadanos, Ricardo Fernández de la Puente wies darauf hin, dass die „freiwillig ausgeübte Prostitution zu regulieren ist, wie es beispielsweise in Deutschland passiert“. Auch wenn Prostitution in Spanien illegal ist, es gibt weder ein Verbot noch ist diese reguliert. – TF

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