Kanarische Inseln – Auf die Reisebusunternehmen der Kanaren kommt noch mehr Ungemach zu: Nachdem die Gewerkschaft CCOO drei Streiktage für Januar angekündigt hatte, folgt nun die Ankündigung von AENA, dem Flughafenbetreiber, dass man ab Januar 2026 eine neue Gebühr für diese Charterbusse erheben wird.
Diese Ankündigung hat bei den entsprechenden Unternehmen für Besorgnis gesorgt. Laut der Ankündigung von AENA werden zunächst der Flughafen Teneriffa Süd und der von Lanzarote mit dieser neuen Gebühr belegt. Bis 2027 sollen dann schrittweise die Flughäfen Fuerteventura und Gran Canaria hinzukommen.
Die neuen Gebühren werden wohl mit denen von privaten Fahrzeugen gleichgesetzt. Die betrifft neben den touristischen Bussen auch alle anderen Charterbusse, etwa die für Gruppentransport und Co.
Der entsprechende Branchenverband der Kanaren (FET) hat sich entschieden gegen die Gebührenanhebung ausgesprochen und diese als „direkten Eingriff“ sowohl in den Transportsektor als auch in das Tourismusmodell der Kanaren bezeichnet. Der Verband sieht diese „Gebühr als nicht gerechtfertigt“ an. Diese soll lediglich der „Gewinnmaximierung dienen“.
Ein weiteres Problem für die Branche ist die kurzfristige Entscheidung. Viele Busse sind bereits ausgebucht und daher können gerade für den laufenden Winter keine Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden. Für die Unternehmen könnte dies zu Einbußen von bis zu 6.000 Euro im Monat führen.
Die Busunternehmer kritisieren auch, dass man die Wartezeiten der Busse selten beeinflussen kann. Oft hängen diese auch von Verspätungen der Flüge oder den Einreisekontrollen der Beamten ab. Daher ist es nicht unüblich, dass jeder Bus etwa 3 Stunden am Flughafen steht, bevor dieser die Fahrt antreten kann.
Gleichzeitig wird etwas Druck aufgebaut, denn wenn die Busunternehmen entscheiden, so kompakt zu planen, müssen die ankommenden Urlauber alle in den Terminals verweilen, bis die entsprechenden Busse dort sind. Diese Menge an Menschen könnten die Flughäfen nicht zusätzlich aufnehmen.
AENA rechtfertigt die Gebührenanhebung
Für AENA bedeutet diese neue Gebührenanhebung keine Gewinnoptimierung, sondern eher eine „Maßnahme, die Teil einer Strategie zur Verkehrssteuerung und Optimierung der Flughafenfläche ist“. All dies geschieht entsprechend der Standards an anderen Flughäfen der EU.
So will AENA eine „effizientere Nutzung der Abholbereiche und einen reibungslosen Betriebsablauf gewährleisten“, heißt es vom Konzern weiter. Gleichzeitig sei man „offen für einen Dialog mit dem Sektor“.
Aufgrund der Komplexität des Themas und der möglichen Folgen daraus, hat der Verband FET alle Institutionen dazu aufgefordert, hier zu unterstützen. Die „Benachteiligung des öffentlichen Verkehrs ist ein Widerspruch zur staatlichen und europäischen Strategie in Bezug auf Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Emissionsreduzierung“, da der Bus das effizienteste Massenverkehrsmittel an Flughäfen darstellt. – TF
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