In der beschaulichen Gemeinde Santa Brígida auf Gran Canaria ist der Polizei ein empfindlicher Schlag gegen die lokale Drogenszene gelungen. Im Rahmen der strategisch angelegten „Operation LEAKS“ konnte die Guardia Civil eine mobile Verkaufsstelle für Betäubungsmittel vollständig demontieren. Drei Tatverdächtige im Alter zwischen 21 und 41 Jahren wurden dabei festgenommen.
Anonyme Hinweise aus der Nachbarschaft gaben den Ausschlag
Besonders hervorzuheben ist bei diesem Fall die Rolle der Zivilgesellschaft. Die Ermittlungen kamen erst durch anonyme Hinweise aus der Bevölkerung ins Rollen. Anwohner hatten verdächtige Aktivitäten in verschiedenen Wohngebieten der Gemeinde gemeldet. Diese Zivilcourage war für die Beamten der entscheidende Puzzlestein, um die illegalen Machenschaften in Santa Brígida überhaupt erst aufzudecken.
Nach Erhalt der Tipps leiteten die Beamten umfangreiche Observationen und Ermittlungen ein. Ziel war es, nicht nur die Köpfe hinter dem Handel zu identifizieren, sondern auch deren präzise Vorgehensweise (Modus Operandi) zu verstehen, um bei einer Razzia hieb- und stichfeste Beweise vorliegen zu haben.
Die Masche mit den Mietwagen: Ein Katz-und-Maus-Spiel
Die mutmaßlichen Dealer gingen äußerst professionell und vorsichtig vor. Laut Bericht der Guardia Civil nutzten die Verdächtigen systematisch Mietwagen für ihre Lieferfahrten. Um der Entdeckung durch die Polizei zu entgehen, wurden diese Fahrzeuge in kurzen Abständen gewechselt.
Das Verteilungsmuster war dabei so simpel wie effektiv: Die Drogen wurden in Privatwohnungen gelagert und von dort aus „auf Bestellung“ verteilt. Je nach Nachfrage fuhren die Dealer verschiedene Punkte innerhalb der Stadt an, um Kokain und Haschisch direkt an die Endabnehmer zu übergeben. Dieses mobile Konzept machte es den Ermittlern zunächst schwer, einen festen Verkaufsort zu lokalisieren.
Razzia am 17. April: Waffen und kiloweise Drogen sichergestellt
Nachdem ausreichend Beweismaterial gesammelt worden war, schlugen die Einsatzkräfte am 17. April zu. Mit einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss stürmten die Beamten die Wohnungen der Verdächtigen. Die Bilanz der Durchsuchung ist beachtlich und zeigt das Ausmaß des illegalen Geschäfts:
- Haschischpollen: 3.790,5 Gramm
- Haschisch (gepresst): 455,5 Gramm
- Kokain: 78,5 Gramm
- Methamphetamin: 38,5 Gramm
- Sildenafil-Tabletten: 18 Stück (Potenzmittel)
Neben den Drogen stießen die Polizisten auf ein gefährliches Waffenarsenal. Sichergestellt wurden zwei Gewehre, eine Luftpistole und ein Teleskopschlagstock. Zudem beschlagnahmten die Beamten 5.775 Euro Bargeld in szenetypischer Stückelung sowie diverse Utensilien für den Drogenhandel, wie Feinwaagen und Verpackungsmaterial.
Konsequenzen und Appell der Polizei
Die drei Festgenommenen wurden dem zuständigen Gericht in Las Palmas de Gran Canaria vorgeführt. Für einen der Hauptverdächtigen ordnete der zuständige Richter umgehend die Untersuchungshaft an. Das Verfahren wegen Verstößen gegen das Gesundheitswesen und illegalen Waffenbesitzes läuft.
Abschließend lobte die Guardia Civil erneut die Kooperation mit den Bürgern. Solche Operationen zeigen, wie wichtig eine wachsame Nachbarschaft für die Sicherheit und das friedliche Zusammenleben in einer Gemeinde ist. Nur durch die Mithilfe der Menschen vor Ort können solche Brennpunkte effektiv beseitigt werden. – MF
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