Spanien – Eine Frage, die junge Menschen, wohl nicht nur in Spanien bedrückt, ist: Bekomme ich in meinem Leben überhaupt noch eine Rente? Die Frage drängt sich auf, wenn man die Entwicklung des Rentensystems betrachtet. Unter den jungen Spaniern breitet sich das „Gerücht“ aus, dass man in diesem Land definitiv keine Rente mehr bekommen wird.
Dazu meldete sich nun Carlos Bravo, der Sekretär für öffentliche Politik und Sozialschutz der Gewerkschaft CCOO, zu Wort. Auf dem Kongress der Gewerkschaft zum Thema Renten und Sozialversicherung wies er dieses „Gerücht“ energisch zurück und gab an, dass „das Rentensystem für junge Menschen nicht gefährdet ist“.
Er wies dies auch damit zurück, dass diese Art von Gerüchten nur „den Generationenkonflikt befeuern, um Kürzungen von Rechten zu rechtfertigen“. Im aktuellen Kongress beschäftigte sich die CCOO mit dem Thema „Ausgleichsrente für die geschlechtsspezifische Lohnlücke“. Diese, so Bravo, „erfüllt ihren Zweck“.
Die Gerüchte über fehlende Renten für junge Menschen seien „alarmistisch“ und „offenkundig voreingenommen“, ohne „technische Argumente“. Diese „Art von Nachrichten kündigt seit Jahrzehnten den Zusammenbruch des öffentlichen Rentensystems an, immer mit ähnlichen Botschaften und systematisch fehlgeschlagenen Vorhersagen“.
Man verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die BBVA-Stiftung erst in dieser Woche ermittelt hat, dass es künftig unumgänglich sein wird, das Renteneintrittsalter auf 71 Jahre anzuheben. Diese Aussage der Stiftung ist der erneute Auslöser für das Gerücht, dass junge Menschen keine Rente mehr bekommen werden.
Realistisch oder faktisch doch keine Rente mehr? (Kommentar)
Man kann jetzt, wie die Gewerkschaft auch, sagen: Na ja, mit der Aussage der BBVA-Stiftung geht doch eindeutig einher, dass das Rentensystem in Spanien sicher ist und jeder weiter auf seine Rente aufbauen kann. Faktisch kann man das aber auch anders darstellen.
Natürlich kann sich, wer dann das Eintrittsalter mit 71 Jahren erreicht, sofern er bis dahin körperlich in der Lage ist, zu arbeiten, wie bisher auf eine Rente freuen. Doch ein Fakt ist auch: Es sterben immer häufiger Menschen kurz vor der Rente oder ganz kurz nach dem Renteneintritt. Die jüngeren Generationen (ab den Babyboomern) leben zwar angeblich ein „gesünderes Leben“, doch unter dem Strich kann man auch sehen, dass viele eben nicht das normale Rentenalter von derzeit 67 Jahren erreichen, oder nur knapp.
Allein dass die Gefahr besteht, dass man aufgrund der Lebensumstände noch vor der Rente stirbt, völlig frei von Unfällen und Co. führt dazu, dass man diese Frage durchaus stellen muss. Auch die Frage nach der körperlichen Gesundheit muss gestellt werden. Wie viele Menschen leiden schon vor der Rente an diversen körperlichen Gebrechen und sind gar nicht in der Lage, normal zu arbeiten?
Die Lösung der Politik ist immer einfach: Wer früher in Rente geht (weil er muss), bekommt massive Abzüge, wer die Rente erreichen könnte, muss damit rechnen, dass das Eintrittsalter weiter angehoben wird, um das eben weiter zu vermeiden. Der Trend ist aus unserer Sicht zumindest klar: Eine „echte Rente“ wie bisher, wird kaum ein junger Mensch mehr erreichen können, zumindest nicht, wenn er derzeit unter 40 Jahren ist. Wir verstehen daher diese „Gerüchte“ durchaus. – TF
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