Kanarische Inseln – Die erste Jahresbilanz des Jahres 2025 ist da und stammt von „Canarias, 1.500 km de Costas“. Laut dem Verein zur Verhütung von Wasserunfällen sind im vergangenen Jahr insgesamt 69 Menschen in den Gewässern der Kanaren ums Leben gekommen, das waren demnach 3 weniger als im Jahr 2024 (72).
Im vergangenen Dezember hat man insgesamt 9 neue Todesfälle in den Gewässern der Kanaren registriert. Damit weist dieser Monat zusammen mit August und September die höchste Anzahl an Todesfällen im Jahr 2025 auf. Der Januar folgt mit acht Todesfällen. Februar, März, Juni und Juli verzeichneten die niedrigsten Todeszahlen (jeweils drei).
Was jedoch sehr besorgniserregend scheint, ist der massive Anstieg der Badeunfälle mit geretteten Personen, die sich danach im kritischen Zustand oder in schwerem Zustand befanden. Hier schossen die Zahlen um 71 % nach oben. Bis Jahresende hatte man 16 Personen mit kritischem Zustand (+77 %) und 25 schwer verletzte Personen (+66 %).
Darüber hinaus erlitten im Laufe des Jahres 70 Personen mittelschwere, 32 leichte Verletzungen und 29 wurden unverletzt gerettet. Insgesamt waren 241 Personen in Unfälle verwickelt, 55 mehr als im Jahr 2024 (+30 %).
Knapp die Hälfte aller Badeunfälle ereignete sich während Vorwarnungen oder Warnungen durch die kanarische Regierung im Zusammenhang mit starkem Wellengang. Also war die Hälfte der Unfälle vermeidbar.
Die Karte der Wasserunfälle auf den Kanarischen Inseln im Jahr 2025 ist geprägt von Tragödien in felsigen Küstengebieten, hauptsächlich aufgrund von Unvorsichtigkeit wie dem Ignorieren von Hinweisschildern und Sicherheitsempfehlungen.
Der tragischste Vorfall ereignete sich Anfang Dezember am natürlichen Pool von Isla Cangrejo, Los Gigantes (Teneriffa). Dieser Fall erregte internationales Aufsehen. Die Missachtung der Sicherheitsabsperrungen führte zum Tod von vier Touristen und zu einem Vermissten sowie zu mehreren weiteren Personen mit unterschiedlichen Verletzungen. Es handelt sich um die schwerste Badekatastrophe der letzten zehn Jahre.
Details zu den Badeunfällen 2025
Von den gestorbenen Badegästen im Jahr 2025 waren 74 % männlich und 26 % weiblich.
Nach Nationalität aufgeschlüsselt waren 17 der identifizierten Verstorbenen Ausländer: Briten (4); Rumänen (3); Polen (2); Italiener (2); Deutsche (1); Belgier (1); Marokkaner (1); Inder (1); Niederländer (1); Slowaken (1); Ausländer ohne Angabe der Nationalität (5); Spanier (4) und Opfer unbekannter Nationalität (42).
Teneriffa war die Insel mit den meisten Todesfällen: 24 Menschen; gefolgt von Gran Canaria (18), Lanzarote (13), Fuerteventura (6); La Gomera (3); El Hierro (3) und La Palma (2). La Graciosa verzeichnete keine Todesfälle. Bezogen auf die Gesamtzahl der Fälle entfielen 42 % auf Teneriffa, gefolgt von Gran Canaria (22 %), Lanzarote (15 %) und Fuerteventura (12 %).
Die meisten Unfälle ereigneten sich direkt an den Stränden der Kanaren (50 %), danach folgten die Hafengebiete (26 %) und auf dem dritten Platz lagen die natürlichen Meerwasserpools (16 %). In Poolanlagen und Schwimmbädern gab es 8 % der Unfälle.
60 % der Unfälle ereigneten sich am Nachmittag, 28 % am Vormittag. Bei 10 % der Unfälle wurde die Uhrzeit nicht angegeben; nur 2 % der Vorfälle ereigneten sich nachts.
Die Daten des Vereins stammen aus offiziellen Quellen wie der Notrufzentrale 1-1-2, der Polizei, Feuerwehr, Seenotrettung und Co. – TF
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