San Bartolomé de Tirajana – Aufatmen im Süden von Gran Canaria: Die wochenlange Ungewissheit und Sorge der Anwohner sowie der Tierschützer in San Agustín hat endlich ein Ende. Die beiden großen Hunde, die für die jüngsten, fatalen Angriffe auf die bekannte Katzenkolonie „Rocas Rojas“ verantwortlich gemacht werden, konnten in einer koordinierten Aktion sicher eingefangen werden. Dies gab die für das Management der Kolonie zuständige Organisation erleichtert bekannt. Der Vorfall hatte in den vergangenen Wochen weit über die Gemeindegrenzen von San Bartolomé de Tirajana hinaus für Aufsehen und intensive Diskussionen über Tierschutz und Halterverantwortung gesorgt.
Eine beispielhafte Gemeinschaftsaktion: Kooperation führt zum Erfolg
Der Erfolg dieser sensiblen Einfangaktion ist das Resultat einer beispielhaften Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren vor Ort. Neben professionellen Hundefängern und Experten war auch der Stadtrat von San Bartolomé de Tirajana maßgeblich an den logistischen Maßnahmen beteiligt. Ein besonderer Dank der Betreuer der Katzenkolonie gilt dem lokalen Tierschutzamt. Dessen Mitarbeiter zeigten in den vergangenen Wochen – einschließlich des gesamten letzten Wochenendes – unermüdlichen Einsatz und übernahmen die strategische Koordination der Suche in dem weitläufigen Gebiet.
Ohne die tatkräftige Unterstützung zahlreicher freiwilliger Helfer aus der Bevölkerung wäre dieser Ausgang jedoch kaum denkbar gewesen. Tagelang beteiligten sich engagierte Bürger an der Lokalisierung und Verfolgung der Tiere. Die Verantwortlichen der Kolonie hoben dabei zwei Helfer namentlich besonders hervor: Rubén und Jacobo, welche die entscheidenden Einfangaktionen direkt vor Ort mit viel Geduld durchführten. Gleichzeitig sprachen sie all jenen ihren tiefen Dank aus, die anonym im Hintergrund mitgewirkt haben, um die Situation friedlich und ohne Schaden für Mensch und Tier zu lösen.
Wie steht es um die Hunde? Zustand und Zukunft der Tiere
Nach dem geglückten Zugriff stand das Wohlbefinden der eingefangenen Vierbeiner sofort im Fokus der Helfer. Eine der beiden Hündinnen wurde umgehend in ein Tierheim im Norden von Gran Canaria gebracht. Dort wurde sie von Medizinern gründlich tierärztlich untersucht. Die erfreuliche Nachricht: Das Tier befindet sich in einem guten gesundheitlichen Zustand und zeigt glücklicherweise keine Anzeichen von schweren Verletzungen oder akuten Krankheiten.
Der zweite Hund konnte inzwischen seinem rechtmäßigen Besitzer übergeben werden. Dieser zeigt sich angesichts der dramatischen Vorfälle einsichtig und reflektiert die Situation kritisch. Aktuellen Informationen zufolge zieht der Eigentümer derzeit ernsthaft in Erwägung, das Tier offiziell zur Adoption freizugeben. Ziel ist es, dem Hund ein stabiles Umfeld zu ermöglichen, das eine artgerechte, sichere und kontrollierte Führung garantiert.
Die Betreuer der Katzenkolonie „Rocas Rojas“ betonten in einem emotionalen Statement, dass es bei der gesamten Suche niemals um Rache oder den Ausschluss einer Tierart ging. „Unser Ziel war es von Anfang an, das Wohl aller beteiligten Lebewesen zu sichern“, heißt es aus den Kreisen der Tierschützer. Sie unterstreichen ausdrücklich, dass Hunde trotz der tragischen Vorfälle nicht als Feinde betrachtet werden dürfen. Sowohl Katzen als auch Hunde hätten gleichermaßen das Recht auf ein sicheres Leben, Schutz vor Gefahren und eine liebevolle, artgerechte Pflege durch den Menschen.
Die Vorgeschichte: Wochen der Angst im beliebten Urlaubsort
Der erfolgreiche Zugriff beendet eine nervenaufreibende Phase für die Anwohner und Urlauber von San Agustín. Seit geraumer Zeit wuchs die Besorgnis in dem beliebten Feriengebiet an der Küste. Zwei große, unbeaufsichtigte Hunde waren immer wieder im Bereich eines bekannten Touristenkomplexes aufgetaucht, in dessen unmittelbarer Nähe sich die betroffene Katzenkolonie befindet. Die Tiere streunten völlig frei, ohne Leine oder schützende Aufsicht durch die öffentlich zugänglichen Zonen sowie direkt durch die Außenanlagen von „Rocas Rojas“.
Für die dort lebenden und von Freiwilligen liebevoll versorgten Katzen endete die Anwesenheit der Hunde leider mehrfach dramatisch. Laut Aussagen von Augenzeugen und lokalen Tierpflegern kam es zu mehreren schweren Attacken, bei denen bereits zahlreiche Koloniekatzen getötet wurden. Die traurigen Nachrichten über die verlorenen Tiere verbreiteten sich rasch in den sozialen Netzwerken und lösten unter Tierfreunden und ehrenamtlichen Fütterern verständliche Bestürzung und Empörung aus.
Über die genaue Herkunft der Hunde gab es im Ort zunächst unterschiedliche Spekulationen. Während einige Anwohner vermuteten, dass die Vierbeiner einfach ausgesetzt worden waren, deuteten andere Hinweise darauf hin, dass sie einer obdachlosen Person gehören könnten, die sich regelmäßig in der nahegelegenen Schlucht (Barranco) aufhält. Diese Ungewissheit erschwerte den gezielten Zugriff über Tage hinweg und schürte zusätzliche Ängste innerhalb der Nachbarschaft.
Gefahr für den Straßenverkehr und die Reaktion der Behörden
Neben dem Drama um die geschützten Katzen stellte die Situation zunehmend ein erhebliches Sicherheitsrisiko für den Menschen und den lokalen Straßenverkehr dar. Die Hunde bewegten sich unkontrolliert über vielbefahrene Straßen des Ferienortes. Eine Anwohnerin berichtete geschockt, dass sie einen der Hunde fast mit dem Auto überfahren hätte, als dieser unvermittelt die Fahrbahn kreuzte. Ihr gelang es im letzten Moment zu bremsen und ein Beweisfoto zu machen, welches die akute Dringlichkeit des Problems auch den lokalen Behörden vor Augen führte.
Die betroffenen Bürger wandten sich mit ihren Sorgen und den dokumentierten Vorfällen mehrfach an die Gemeindeverwaltung von San Bartolomé de Tirajana. Seitens des zuständigen Gesundheitsamtes, das unter der Leitung der Gemeinderätin Araceli Armas steht, hieß es dazu im Nachgang, dass zunächst keine formelle, schriftliche Beschwerde über die offiziellen Kanäle eingegangen sei. Die Behörde wurde primär durch die zunehmenden Berichte und Hilferufe in den sozialen Medien sowie durch einen anschließenden dringenden Telefonanruf auf die freilaufenden Hunde aufmerksam.
Sobald die Situation erfasst und verifiziert war, leiteten die Behörden jedoch unverzüglich umfassende Maßnahmen ein. Wie das Amt offiziell bestätigte, liefen die intensiven Versuche, die Tiere einzufangen, bereits seit dem 26. Mai kontinuierlich. Dass die Aktion nun erfolgreich und friedlich abgeschlossen werden konnte, setzt einen erleichternden Schlusspunkt unter ein Problem, das den Ort wochenlang in Atem hielt.
Verantwortungsvolle Tierhaltung im Fokus der Öffentlichkeit
Dieser Vorfall rückt das Thema der Haustierhaltung auf Gran Canaria einmal mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Experten nutzen den aktuellen Fall als eindringliche Mahnung dafür, wie wichtig die strikte Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften – wie die allgemeine Leinenpflicht in öffentlichen Räumen und die ordnungsgemäße Registrierung der Tiere per Mikrochip – ist. Nur durch ein verantwortungsvolles Handeln der Halter lassen sich Konflikte zwischen Haustieren und der Schutz wildlebender oder kontrollierter Tierkolonien dauerhaft und harmonisch lösen.
Für die verbliebenen Katzen von „Rocas Rojas“ bedeutet der Erfolg der vergangenen Tage den Beginn einer neuen, friedlichen Phase. Die engagierten ehrenamtlichen Helfer können ihre wichtige Arbeit für den lokalen Tierschutz nun wieder ohne die ständige Angst fortsetzen, am nächsten Morgen verletzte oder getötete Tiere vorzufinden. Der Fall zeigt eindrucksvoll, was erreicht werden kann, wenn Behörden, Experten und eine engagierte Nachbarschaft Hand in Hand zusammenarbeiten. – TF
Frisches AMAZON TOP-Angebot eingetroffen, nicht verpassen!
Alle News immer sofort auf das Handy? Jetzt unseren Telegram-Kanal abonnieren.
Jetzt auch unseren WhatsApp-Kanal abonnieren, um immer die neusten News zu erhalten!
Infos-GranCanaria.com ist auch blei BlueSky! HIER folgen!





