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Kanaren-Tourismus 2026: Britische Urlauber fangen Rückgang bei Inlandsgästen auf

9% weniger Gäste vom spanischen Festland ist eine Hausnummer.

Lesedauer 3 Minuten

Kanaren – Die Tourismusbranche auf den Kanarischen Inseln blickt auf einen verhaltenen Start in das Jahr 2026 zurück. Während die Besucherzahlen insgesamt noch ein minimales Plus verzeichnen, mehren sich die Zeichen einer deutlichen Marktabkühlung. Besonders der Blick auf die Details offenbart eine Verschiebung der Reiseströme, die sowohl Hoteliers als auch die Politik aufhorchen lässt.

In den ersten beiden Monaten des Jahres besuchten insgesamt 3,24 Millionen Urlauber die Inselgruppe. Das klingt im ersten Moment positiv, entspricht jedoch lediglich einem Zuwachs von rund 21.800 Personen oder 0,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit bleibt das Wachstum weit hinter den Erwartungen und den Werten vergangener Rekordjahre zurück.

Preisdruck bremst Reisende vom spanischen Festland

Ein Hauptgrund für die allgemeine Verlangsamung ist das Fernbleiben der inländischen Gäste. Touristen vom spanischen Festland scheinen zunehmend sensibel auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reagieren. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit rund 241.000 Ankünften verzeichneten die Inseln ein Minus von 8,7 % bei den spanischen Besuchern.

Branchenexperten sehen die Ursache vor allem in der Kombination aus allgemeiner Inflation und drastisch gestiegenen Flugpreisen. Für viele spanische Familien ist der Kurztrip auf die Inseln schlicht zu teuer geworden. Der Verlust an Kaufkraft führt dazu, dass Reisen entweder verkürzt oder ganz gestrichen werden. Ob es sich hierbei um eine dauerhafte Trendwende für das gesamte Jahr 2026 handelt, bleibt abzuwarten, doch die Alarmglocken in der Branche läuten.

Der britische Markt als stabiler Anker
Dass die Gesamtbilanz dennoch positiv ausfällt, ist fast ausschließlich dem internationalen Markt zu verdanken – allen voran den Gästen aus dem Vereinigten Königreich. Während andere Märkte schwächeln, bleibt die Sehnsucht der Briten nach der kanarischen Sonne ungebrochen. Bereits nach den ersten zwei Monaten des Jahres wurde die Marke von einer Million britischer Besucher geknackt, was einem Plus von 2,5 % entspricht.

Ohne diesen starken Zustrom aus Großbritannien stünden die Kanaren aktuell vor einer handfesten Krise, denn andere wichtige Kernmärkte verlieren an Dynamik. Überraschend ist dies vor allem deshalb, weil die Monate Januar und Februar zur absoluten Hochsaison im Wintertourismus zählen.

  • Deutschland: Hier reisten im Vergleich zum Vorjahr über 6.000 Menschen weniger an (ein Rückgang von 1,2 %).
  • Nordische Länder: Besonders in Nordeuropa scheint die Reiselust gedämpft. Finnland verzeichnete mit fast 7 % den stärksten Einbruch, gefolgt von Norwegen und Dänemark. Einzig der schwedische Markt blieb mit einem minimalen Minus von 0,2 % nahezu stabil.
  • Benelux & Frankreich: Auch aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich kamen weniger Gäste als im Vorjahr.

Hohe Ausgaben trotz sinkender Besucherzahlen

Trotz der stagnierenden Gästezahlen führen die Kanarischen Inseln die Statistik bei den Touristenausgaben in Spanien weiterhin an. Im Februar entfielen fast 30 % aller in Spanien getätigten Touristenausgaben auf die glücklichen Inseln. Rund 2,22 Milliarden Euro flossen in die lokale Wirtschaft. Dennoch gab es auch hier einen leichten Dämpfer: Die Gesamtsumme der Ausgaben sank im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 %.

Im regionalen Vergleich innerhalb Spaniens zeigt sich ein dynamisches Bild. Während die Kanaren um ihre Vormachtstellung kämpfen, verzeichnete die Region Valencia im Februar ein beeindruckendes Wachstum von über 10 % bei den internationalen Gästen. Auch Katalonien konnte mit einem Plus von 4,1 % deutlich stärker zulegen als die Inselgruppe im Atlantik.

Für die Verantwortlichen auf den Kanaren bedeutet dies für die kommenden Monate vor allem eines: Der Wettbewerb wird härter, und die Attraktivität der Inseln muss trotz steigender Preise für ein breites Publikum erhalten bleiben. – MF

Weitere Artikel zum Thema:
Rekordzahlen und Strukturwandel: Gran Canarias Tourismus erreicht neue Dimensionen, vom 02.04.2026

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