Kanarische Inseln – Der Konflikt im Nahen Osten wirkt sich schon auf das Leben der Menschen auf den Kanarischen Inseln aus. Insbesondere die Kraftstoffpreise schnellen derzeit in die Höhe. An den Tankstellen der Kanaren kostet Benzin derzeit mindestens 1,30 € und Diesel mindestens 1,40 € pro Liter, wobei hier die „Billigtankstellen“ nicht berücksichtigt sind. An diesen kann man mit Glück noch unter 1,20 € pro Liter tanken.
Die Verbraucher sind sich einig, dass der Konflikt zwischen Iran und Israel kaum begonnen hatte und die Benzin- und Dieselpreise bereits nach zwei Tagen spürbar gestiegen waren. Eine Tankfüllung kostet auf den Inseln jetzt 6 Euro mehr, und die Preise steigen weiter.
Wie so oft: Der derzeit im Verkauf befindliche Benzin stammt nicht aus der Konfliktzone, sondern aus den Reservetanks der Mineralölkonzerne. „Das Benzin, das sie uns verkaufen, ist nicht dasselbe, das sie zu einem höheren Preis gekauft haben. Ich verstehe nicht, warum sie den Preis erhöhen müssen; am Ende sind es immer die Arbeiter und Benzinverbraucher, die den Preis zahlen“, sagt Yeray, ein Verbraucher bei der Tageszeitung Canarias7.
Besonders fragwürdig ist, dass die Tankstellen auf den Kanaren und sogar in Spanien völlig unabhängig von dem Konflikt in dieser Region der Welt sind, denn kein Tropfen Öl, welcher hier benötigt wird, stammt aus dieser Region. Aber der internationale Handel macht es eben möglich, dass die Preise überall anziehen.
Ähnlich wie zu Kriegsbeginn zwischen Russland und der Ukraine gibt es derzeit wieder Spekulationen darüber, dass Spanien eine neue Subvention für Treibstoff auf den Weg bringen könnte. Die Endverbraucher werden davon doch wieder nichts haben, letztendlich gewinnen, wie immer, die Mineralölkonzerne an diesem Konflikt.
Schwer betroffen, die ärmeren Arbeiter
Diverse Branchen sind von diesen Preisen betroffen, darunter natürlich auch die Lieferdienste wie Just-Eat oder Glovo. David, ein Lieferfahrer von Just Eat, berichtet, dass die gestiegenen Spritpreise sogar seinen Fahrstil und die Zeit, die er für Lieferungen aufwendet, beeinflussen. Um Geld zu sparen, fährt er jetzt langsamer und liefert manchmal sogar weniger Bestellungen pro Tag aus. David schätzt, dass sein täglicher Spritverbrauch vor zwei Wochen bei sieben Euro lag und nun auf neun Euro gestiegen ist – ein Anstieg von 28,57 Prozent. Hochgerechnet auf einen Monat wird David diesen Monat 62 Euro mehr für Sprit ausgeben als im Februar. Diese Mehrausgaben werden sich zweifellos im Geldbeutel vieler Lieferfahrer bemerkbar machen.
Dabei ist es erst der Anfang der Krise, sollte der Konflikt länger anhalten, werden die Spritpreise weiter steigen, und oft ist es so, dass zumindest ein Teil der Preissteigerungen für immer bleibt. Es sind immer die gleichen, die diese Zeche zahlen müssen. Meist die ohnehin schon ärmeren Menschen, die wenig Geld verdienen und alles an Arbeit erledigen, was es gibt, doch wenn man die Fahrt zur Arbeit nicht mehr bezahlen kann, wird auch das irgendwann beendet sein. – TF
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