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Hiperdino: Es soll billiger werden & Kanarische Erzeuger sollen geschützt werden!

Bild Info: Hiperdino mit alten Tugenden. Bild: Logo Hiperdino

Kanarische Inseln – Die neuen „alten“ Besitzer der Supermarktkette Hiperdino kehren zu den Wurzeln zurück. Mit neuen Verträgen um Lebensmittelsektor möchte man gleich zwei Dinge erreichen, zum einen sollen die Kosten verringert werden und zum anderen soll die lokale Wirtschaft (die produzierenden Betriebe) gefördert werden.

In einem Interview erklärte der neue Geschäftsführer, Javier Puga, dass der kanarischen Regierung um Minister Jose Manuel Soria, „die Bedeutung dieser Transaktion bewusst war“, um den Warenkorb-Preis auf der Inselgruppe zu senken. Weiterhin erklärte er, „der Rest der Mitbewerber ist sehr zurückhaltend geworden und verdient damit eine Menge Geld“. Aber am „wichtigsten“ für Puga ist, dass alle die diesen Kauf unterstütz haben, sich dessen „bewusst“ waren, das Hiperdino immer die Produkte der Inselgruppe „besonders gefördert“ haben.

„Das ist nicht selbstlos, wir tun es, weil wir mit den lokalen Erzeugnissen besser gegen die nationalen Mitbewerber konkurrieren können. 40% werden über den Verkauf von lokalen Betrieben erzielt, dass macht uns zu den besten Kunden. Die Unterstützung beruht auf Gegenseitigkeit, denn dank unserer Förderung der lokalen Erzeugnisse stärken wir auch die kanarische Industrie“, so Puga weiter. „Wenn ab morgen kein lokaler Anbieter, wie Hiperdino oder Spar mehr existieren würde, dann würden die nationalen Betreiber die kanarischen Produkte schnellstmöglich aus dem Programm nehmen, weil diese sonst nirgends verfügbar sind.“ Er erkennt aber auch, dass “es zu früh ist, um eine aggressive Preispolitik zu starten, denn man muss nun abwarten, wie die Konkurrenz sich aufstellt, dieser Vorgang kann bis zu drei Monate brauchen“.

Zurzeit betreibt Hiperdino 194 Fillialen auf der Inselgruppe und eine neue ist im neuen Einkaufszentrum in El Tablero (Gran Canaria) geplant. „Wir konzentrieren uns heute auf die Suche nach neuen Absatzmöglichkeiten“ sagte Puga hierzu. Um die Filialen von Hiperdino, Hiperdino Express und Superdino umzubauen, steht ein Betrag von 71 Millionen Euro für die nächsten drei Jahre zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es ein Budget von 10 Millionen Euro pro Jahr für die Wartung und Instandhaltung.

Aktuell erreicht die Hiperdino Gruppe einen Umsatz von ca. 580 Millionen Euro pro Jahr. Ziel der neu gebildeten Gruppe um Puga sei es, diesen Umsatz auf 900 Millionen auszubauen, und zwar innerhalb der nächsten 5 Jahre. „Wenn wir den Umsatz steigern können, müssen wir mehr Personal einstellen, um den Service weiterhin bieten zu können“, sagte Puga. Aktuell sind 5500 Beschäftigte für Hiperdino im Einsatz und schon ab Januar „könnten wir mehr Mitarbeiter haben“.

Javier Puga betont auch noch, dass die Teilnahme der Dominguez Brüder einen wichtigen Eckpfeiler darstellen, denn „Joseph Abraham möchte sich um den Einkauf kümmern und Andrew liebte den Laden schon immer. Wir käpfen sehr hart um unsere Ziele zu erreichen“. – MF

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