Dertour

15 Canarios betrogen bei Arbeitssuche in Deutschland

Bild Info: Infos-GranCanaria.com

Kanarische Inseln – Die schlechten Arbeitsplatzbedingungen auf den Kanarischen Inseln führen viele, vor allem junge Arbeitslose, ins Ausland. So haben sich 15 junge Canarios dazu entschieden ihre Zukunft in Deutschland zu suchen und wurden dabei betrogen. Sie sind auf eine Anzeige im Internet hereingefallen, die ihnen das Licht am Ende des Tunnels suggerierte, mit einem guten Arbeitsplatz in Deutschland.

Eine Scheinfirma aus Deutschland nutze die Verzweiflung aus, um den jungen Canarios das Geld aus der Tasche zu ziehen. Zunächst mussten die jungen Leute 150 Euro für einen Onlinesprachkurs zahlen, damit sie wenigstens ein bisschen deutsch können bei der Ankunft in der neuen Heimat. Sie mussten dazu lediglich Name und Bankverbindung bei der Agentur angeben. Die Agentur übernahm den Rest des Antrages, der in deutscher Sprache verfasst war.

In dem Vertrag wurde geregelt, dass die jungen Arbeitslosen die Kurskosten ersetzt bekommen sollten. Zudem sollten 300 Euro erstattet werden, die bereits vorausbezahlt wurden. Ein Arbeitsvertrag mit einem Bruttogehalt von 818 € monatlich wurde ebenfalls angegeben. Abzüglich 250€ für Unterkunft, 50€ für Transport blieben den jungen Arbeitslosen so noch 450 € netto übrig.

Am 21. September war es dann soweit, die Canarios flogen nach Deutschland und wurden dort in Empfang genommen, auf deutscher Sprache natürlich. Anschließend wurden die jungen Arbeitslosen in das „Wohnheim“ transportiert, eine alte Industriehalle, schmutzig, unbeheizt und unmöbliert mit kaputten Fenstern, ein Albtraum also.

Die jungen Canarios rebellierten verständlicherweise und kontaktieren die spanische Botschaft. Diese schaltete sich darauf hin ein und kontaktierte die Bundesagentur für Arbeit. Ohne Erfolg, denn die vermittelnde Agentur hatte keinerlei Befugnisse so zu handeln. Ende offen…

Das ähnelt ein wenig der „Schleppermetalität“ mit der Amazon die Mitarbeiter in Deutschland angeworben hat, viele werden die Dokumentation bei der ARD gesehen haben, nun passiert dies auch in anderen Branchen. – TF

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