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eCanarias 2012 – Förderung der IT-Branche gefordert – Mangelhafte Verbreitung

Bild Info: Ein Binärcode ist ein Code, in dem Informationen durch Sequenzen von zwei verschiedenen Symbolen (zum Beispiel 1/0 oder wahr/falsch) dargestellt werden. Bild: Gerd Altmann

Kanarische Inseln – Kleine Internetbetriebe haben es auf den Kanarischen Inseln besonders schwer. Hier sieht der Direktor der kanarischen Agentur für Forschung, Innovation und Informationsgesellschaft (ACIISI), Juan Ruiz Alzola, dringenden Handlungsbedarf vonseiten der Politik. Die aktuelle Erhebung „eCanarias 2012“ wurde veröffentlich und zeigt die Missstände auf.

Natürlich sind auch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise ein Faktor, der es besonders den kleinen IT-Dienstleisten schwer macht. Zudem wird es für Kleinbetriebe auf den Kanaren dadurch auch nicht einfacher sich mit dem Internet auseinander zu setzten.

Der Anteil auf den Kanarischen Inseln an solchen Betrieben beträgt 4,5%, in ganz Spanien ist die IT-Branche der derzeit beste Motor für die Wirtschaft, obwohl es sich in den meisten Fällen um Kleinbetriebe handelt.

Insgesamt 1.780 Unternehmen im IT-Bereich gibt es. In diesen Betrieben werden 1.236 Mitarbeiter beschäftigt, welche sich wie folgt aufteilen: 483 Betriebe beschäftigen wischen 1 und 9 Angestellte, lediglich 61 Betriebe haben mehr als 10 Angestellte. Der Rest der Betrieb ist autonom bzw. familiär, das bedeutet ohne Angestellte. Die Hälfte aller IT-Betriebe beschäftigt sich mit der Reparatur von Computern und der Beratung.

Negativ fällt auf, so Alzola, dass nur 0,08% aller Hightech-Produkte in Spanien in diesen Betrieben stehen. Das Gesamtgewicht am BIP beträgt jedoch soviel, dass es für 2% an Hightech-Produkten reichen sollte.

Der elektronische Geschäftsverkehr auf den Kanarischen Inseln beträgt derzeit etwa 28,5%, in ganz Spanien sind es jedoch schon 35,7%. Europaweit sind es mehr als 44%, hier gibt es also Nachholbedarf. Die meisten Canarios, die das Internet nutzen, sind zwischen 25 und 34 Jahre alt, auch dies ist nicht positiv zu werten.

Die Nutzung des Internet für Behördenzwecke ist auf den Kanarischen Inseln ebenfalls gering und daher kann man hier sagen schlecht für die Entwicklung.

Wenn ein Unternehmen weniger als 10 Mitarbeiter hat, ist in nur 23% aller Fälle eine Webseite vorhanden in ganz Spanien liegt dieser Wert immerhin bei 28,6%, aber auch das ist noch zu wenig in der heutigen Zeit. Nach Ansicht von Alzola kann diese Lücke nur gefüllt werden, wenn mehr High-Speed-Internet vorhanden ist.

Zugang um Internet haben auf den Kanaren nur 65,4% aller Haushalte, in Europa sind es 75,7%. Man befürchtet durch die Krise sogar einen Rückgang der Internetanbindungen aufgrund der Kosten. Eine wirklich schnelle Anbindung an das Internet haben nur 12,3% der Haushalte, der Rest muss mit langsamen Leitungen oder WiFi ins Internet, auch dies ist ein Zustand der in der heutigen Zeit die Entwicklung behindert. Immerhin greifen ca. 60% der Canarios regelmäßig auf das Internet zu, aber in Europa tun dies etwa 70% der Menschen regelmäßig.

Daher fordert der Verband klar eine Förderung der IT-Technologie, besonders für kleine betriebe und Haushalte, um endlich von den Möglichkeiten zu profitieren. – TF

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