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1.000 Mädchen auf den Kanaren droht die Genitalverstümmelung

Kanarische Inseln – Durch die illegale Zuwanderung aus Afrika gibt es seit Jahren ein neues Problem für die Kanarischen Inseln. Die Genitalverstümmelung von Mädchen hat in den vergangenen vier Jahren um 52% zugenommen, dies wurde in einem Bericht der Stiftung Wassu der autonomen Universität Barcelona aufgedeckt. Die sogenannte FGM-Karte von Spanien 2012 wurde auf einer Pressekonferenz von der Anthropologin Adriana Kaplan vorgestellt. Kaplan arbeitet seit mehr als 20 Jahren in diesem Bereich und kämpft seither gegen diese Praxis, die vor allem in den afrikanischen Staaten durchgeführt wird.

Aktuell sind auf den Kanarischen Inseln rund 1.000 junge Frauen unter 15 Jahren in der Situation genital verstümmelt zu werden, pro Jahr. In ganz Spanien sind es sogar 17.000 junge Frauen, diese Zahl ist seit 2008 sogar um 62% angestiegen.

Mit der Aufzeigung dieser Daten hofft Kaplan, dass auch dieses Problem in Spanien in der Gesellschaft wahrgenommen wird und die Menschen kommen so noch „näher an die Realität“.

Seit dem Jahr 2001 wird alle vier Jahre eine neue FGM-Karte erstellt, um die Zahlen aktuell zu halten. Nach Angaben von Kaplan sei in 28 afrikanischen Ländern diese Praxis gang und gebe und da die Einwanderer aus diesen Ländern kommen, bringen diese auch ihre „Traditionen“ mit nach Spanien und auf die Kanaren.

Sie kritisiert auch die Politik in Spanien, es sei alles nur eine Frage des „politischen Willens“ um diese Art der Verstümmelung zu unterbinden. Sie ist der Meinung, dass eine Aufklärung sowohl bei Polizei als auch Medizinern vonseiten des Staates dazu beitragen könne, schon frühzeitlich und präventiv einzugreifen. Aber solche Schritte fehlen.

In vier Jahren ist es dann wieder soweit, dann kann man sehen, ob es die Politik geschafft hat dieses Problem einzudämmen oder ob es sich noch weiter ausgebreitet hat. – TF

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