Quallenalarm auf den Kanaren: Oft handelt es sich gar nicht um Quallen

Bild Info: Eine portugiesische Karavelle die angespült wurde. Gefahr auch nach dem Tod! Bild: Archiv

Kanarische Inseln – Eine Nebenwirkung der straken Winterstürme ist unter anderem die Anschwemmung von „Quallen“. In den letzten Tagen häuften sich die Meldungen über massenhafte Quallenschwemme, die vor den Küsten von Teneriffa oder auch in Las Palmas gesichtet wurden. Dabei handelt es sich gar nicht um Quallen. Es handelt sich um die portugiesische Karavelle (Physalia physalis), die zu den Nesseltieren gehört.

Quallen haben einen anderen Körperbau, wie die Direktorin des Museums für Naturwissenschaften, Fatima Hernandez, in einem Efe-Interview erklärt. Die Meeresbiologin erklärt, dass eine Qualle eine Art Glocke darstellt, mit Tentakeln darunter. Die Karavelle hingegen ist eher eine Blase mit Tentakeln, die mehrere Meter lang sein können. Zudem sind diese Tiere organisiert, manche kümmern sich um die Aufzucht der Kleintiere und andere sind für die Verteidigung der Gruppe zuständig.

Besonders in den Monaten Januar und Februar, aber auch noch im März werden diese Tiere durch die starken Wasserbewegungen zu den Kanarischen Inseln gespült, auch wenn diese Tiere selbst schwimmen können, reicht die Kraft nicht aus, sich gegen die starken Wasserbewegungen zu wehren.

Wichtig ist, dass das Gift in den Tentakeln der Tiere besonders toxisch ist, Menschen, die darauf allergisch reagieren, können daran auch sterben. Daher ist äußerste Vorsicht geboten, auch wenn die Tiere an den Strand gespült werden. Denn das Gift ist noch bis zu 48 Stunden nach dem Tod de Tiere genau so giftig, wie zu Lebzeiten der Tiere.

Also, wenn auf den Inseln wieder Quallenalarm ausgerufen wird, handelt es sich oft um die Karavelle, die trotzdem für den Menschen gefährlich werden kann. – TF

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