Rivero blogt gern, die Themen sind aber oft nur populistischer Natur

Bild Info: Paulino Rivero ist ein aktiver Blogger, nun wurden seine Blogs einmal genauer durchleuchtet. Bild: wikipedia/20minutos

Kanarische Inseln – Das Internet ist auch für den Präsidenten der Kanarischen Inseln, Paulino Rivero, ein gutes Mittel, um seine Gedanken in die Welt zu bringen. Einen Nachteil hat man als Politiker aber dennoch, es kann genau geschaut werden, was den Politiker wirklich interessiert. So geschehen jetzt, mit dem Blog von Paulino Rivero. MaspalomasAhora hat sich einmal die Arbeit gemacht und die 79 Artikel, die der Präsident der Kanaren in den vergangenen 12 Monaten verfasst hat, analysiert.

Dabei fällt auf, dass der Präsident den Themen, die das höchste Budget in der Haushaltsplanung haben so gut, wie keine “Internetzeit” einräumt. Zum Thema Bildung hatte er sich nur ein einziges mal geäußert und das auch nicht wegen der Bildung selbst, sondern nur wegen der Öffnung der Schulkantinen im Sommer 2013. Auch die Gesundheitspolitik bekam keinen Artikel gewidmet, obwohl hier 40% des Budgets drin stecken.

Stattdessen kümmert sich der Präsident eher um die Themen, die ihm “Spaß” machen bzw. die Themen, mit denen man am meisten Aufmerksamkeit ergattern kann. So zum Beispiel ist die Wirtschaftslage immer wieder ein Thema, 13 der 79 Artikel beschäftigen sich damit, immer geht es darum, wie gut man doch schon vorangekommen ist und was man noch aushalten muss bis 2020.

Gleich danach ist das Thema Öl-Förderung mit 11 Blogeinträgen auf Platz zwei, ein sehr populistisches Thema, evtl. Auch schon mit Blick auf die nächsten Wahlen. Ebenfalls populistisch ist das Thema der Reformierung der Verfassung, dafür hat der Präsident neun Blogeinträge verfasst.

Die Flughäfen bekommen immerhin noch sechs Blogbeiträge ab und der Tourismus fünf, wobei im Tourismus auch die wirtschaftliche Lage ein zentrales Thema spielt, die Reformierungen stehen hier im Mittelpunkt.

Erstaunlich, dass man sich als Politiker auch so ein wenig „durchleuchten“ lassen kann und die eigentlichen Themen, die ein Politiker angehen sollte, dabei schnell unter den Tisch fallen. – TF

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