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Nirgends in Europa zahlt man mehr für 1 Liter Kraftstoff als auf den Kanaren, wenn man die Steuern rausrechnet

Bild Info: Aktuell bewegen sich die Preise für Kraftstoff eicht nach unten, aber sie sind trotzdem noch zu hoch! Bild: Infos-GranCanaria.com/TF (aus dem Frühjahr 2015)

Kanarische Inseln – Trotz fallender Kraftstoffpreise, laut Handelskammer der Kanarischen Inseln zahlen die Bürger auf den Kanarischen Inseln den höchsten Preis für Kraftstoff in der Gesamten Eurozone vor Steuern! Man hat nun die nationale Kommission für Absatzmärkte gebeten hier einzugreifen, denn es gibt laut Handelskammer keine Gründe für diese Situation. Wenn nötig sollen gesetzliche Korrekturmaßnahmen oder Sanktion auferlegt werden um den Kraftstoffpreis zu senken, dazu muss man jedoch zunächst den verstoß gegen die Wettbewerbsregeln genau ausfindig machen.

Laut der Studie die im Dezember 2014 in Auftrag gegeben wurde kostete ein Liter Normalbenzin auf den Kanarischen Inseln am Jahresende 2014 im Schnitt 68,61 Cent vor Steuern. Allerdings zahlte man damit 29,94% (15,81 Cent) mehr an reinem Kraftstoffpreis als der Autofahrer in Spanien, hier lag der Preis bei 52,8 Cent pro Liter. In ganz Europa lag der Kraftstoffpreis bei Durchschnittlich 54,4 Cent pro Liter (vor Steuern) und 26,12% wenigerr als auf den Kanarischen Inseln.

Es wird zwar auch betont, dass durch die Randlage der Inseln zu Europa „zusätzliche Kosten“ entstehen, aber diese „seien niemals so groß“ gewesen. Ganz besonders auffällig sei dabei, dass der Preis seit September 2013 erst so drastisch angestiegen ist. Dafür konnten keine Gründe ermittelt werden.

Trotz der gesunkenen Rohölpreise ist der verkaufte Liter auf den Kanarischen Inseln teurer geworden, der Unterschied lag im September 2014 bei gerade einmal 12,58%, was die Canarios mehr zahlen mussten für den Liter (vor Steuern), damit hat sich der Preisunterschied verdreifacht.

Zudem fällt auf, das auf den beiden Hauptinsel des Tourismus, Gran Canaria und Teneriffa mehr für den Sprit gezahlt werden muss als auf den anderen Inseln, auch wenn diese noch weiter weg liegen. Der Verdacht drängt sich auf, das mit dem Tourismus extra Kasse gemacht werden soll. Diese Unterschiede gäbe es nichtmal auf den Balearischen Inseln, obwohl es sich auch um eine Inselgruppe handelt.

Die Kraftstoffkonzerne haben dazu keinerlei Stellung bezogen, aber das kennt man ja, wenn es um dieses Thema geht. Können wir nun also bald rapide fallende Sprit-Preise auf den Kanarischen Inseln erwarten? Das wäre eine nette Überraschung, aber so ganz daran Glauben kann man nicht. – TF

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