44 Todesopfer (+83%!) auf den Kanaren durch ertrinken im ersten Halbjahr

Bild Info: Rote Flaggen werden gerne von den Badegästen ignoriert, dies endet schnell in einer lebensbedrohlichen Situation. Bild: Archiv

Kanarische Inseln – Die Kanarischen Inseln stellen einen neuen nationalen Rekord auf, auf den man aber gern verzichten könnte. Im ersten Halbjahr 2016 kamen auf den Kanaren 44 Menschen durch ertrinken ums Leben, der bisherige Rekord lag bei 37 Personen. Galizien folgt mit 36 Todesopfern und Andalusien mit 32 Opfern. Die Zahlen stammen vom königlichen Verband der Lebensrettung, die neue Zahl ist auch gleichzeitig eine Steigerung von 83% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Am meisten Menschen kamen im Mai ums Leben (11), im Januar waren es 9, im Juli 7, im Juni 6 im Februar 5, im April 4 und am wenigsten Menschen starben im März (2).

Gran Canaria registrierte die meisten Opfer insgesamt 14 Menschen kamen hier ums Leben gefolgt von Teneriffa mit 13 Opfern, Lanzarote und Fuerteventura mit jeweils 6, La Palma mit 4 und La Gomera mit einem Opfer. Auf El Hierro wurden keine Opfer gemeldet.

80% der Ertrunkenen waren Ausländer auf 15 verschiedenen Ländern, darunter Tschechische Republik, Deutschland, Finnland, Großbritannien, Island, Schweden, Österreich, Polen, Russland, Frankreich, Schweiz und Italien. Der Rest der Opfer war aus Spanien. Besonders auffällig ist, das 87% männlich waren und nur 13% weiblich.

Die Meisten Unfälle passierten an den Stränden (93%), es gab aber auch Opfer in Schwimmbädern, Pools und Stauseen. Unter den Opfern waren 3 Fischer der Rest waren Badegäste (36) bzw. Taucher (4) und Wassersportler (1).

Unfallursachen sind meist Selbstüberschätzung und das Ignorieren von Warnhinweisen (Beflaggung). Daher ist es immer ratsam genau diese zu beachten und ggf. auch auf die Anweisungen der Rettungsschwimmer zu hören. – TF

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