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Klimawandel? – Der Herbst 2017 war auf den Kanaren viel zu Trocken und viel zu Warm

Bild Info: Auch der Sorrueda Damm in Santa Lucia trocknet immer weiter aus. Bild: Screenshot Television Canaria

Kanarische Inseln – Der staatliche Wetterdienst AEMET hat die Herbst-Daten analysiert und kommt zu dem Schluss das es der trockenste und wärmste Herbst in den letzten 37 Jahren auf den Kanarischen Inseln war. Im Normalfall ist der Azoren-Antizyklon in dieser Jahreszeit weiter nördlich gelagert und erlaubt auch mal den einen oder anderen Herbststurm. Dieses Jahr lag der Antizyklon bisher aber zu weit südlich und damit beherrschte vornehmlich trockenes Klima aus Afrika die Kanarischen Inseln, so wie dies im Frühjahr und Sommer üblich ist.

Der Azoren-Antizyklon gehört zum Gürtel mit subtropischem Druck und beeinflusst damit sowohl das Wetter auf den Kanarischen Inseln wie auch auf dem europäischen Festland.

Der vergangene September war mit einem Durchschnitt von 23,2°C ein sehr warmer Monat, allerdings war der Oktober mit einem Durchschnitt von 22,9°C nur geringfügig „kühler“, er lag damit 1,6°C über dem Mittelwert der letzten 10 Jahre. Auch der November war mit 20,2°C gut 1 Grad wärmer als sonst im Mittel.

Regenfälle gab es auf den Kanarischen Inseln so gut wie keine, lediglich La Palma und El Hierro erreichten etwa 75% der durchschnittlichen Niederschlagsmenge, auch das ist deutlich zu wenig. Die anderen Inseln hingegen trocknen weiter aus.

Auch für den Dezember erwartet AEMET keine signifikanten Veränderungen. Es ist immer noch zu warm im Durchschnitt und viel zu trocken. – TF

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