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Unter dem Meer der Kanaren: Tellur, seltene Erden, Nickel und Kobalt zum Abbau entdeckt

Bild Info: Die Berge unter dem Meeresspiegel rund um die Kanaren beinhalten extrem viele Bodenschätze. Bild: Screenshot TelevisionCanaria

Kanarische Inseln – Im Atlantik rund um die Kanarischen Inseln finden sich unzählige Seeberge, diese wurden teils untersucht und man fand wahre Schätze in den Bergen. In den Bergen befindet sich unter anderem die größte je entdeckte Ablagerung von Tellur (ein Metall) aber auch Kobalt und seltene Erden, zwei weitere teure Materialien, wurden gefunden. Eine britische Expedition in Zusammenarbeit mit dem Geologie und Bergbau Institut von Spanien hatte diese Expedition durchgeführt.

Nun hat Europa starkes Interesse an den Materialien angekündigt, da man bisher zu 100% vom Ausland abhängig sei bei diesen Materialien. Allerdings ist man wohl nicht in der Lage den Abbau schnell zu beginnen, dies könnte noch bis zu 20 Jahre dauern.

China ist bisher nahezu der einzige Lieferant für Seltene Erden, und Kobalt kommt überwiegend aus Zentralafrika, eine Region die unstabiler nicht sein könnte. Tellur ist (wie Kobalt) eine Schlüsselkomponente für Mobiltelefone, Windgeneratoren und Solarzellen.

Bereits im Vergangenen Jahr wurden auf anderen Seebergen rund um die Kanaren weitere Metalle wie Nickel, Vanadium oder Kobalt gefunden und zwar in einer Dichte von 2 bis 4,7 Kilogram pro Tonne, das sind enorm hohe werte, deutlich Häher als bei Ablagerungen auf der Erdoberfläche.

Bei dem nun untersuchten Berg gehen die Wissenschaftler davon aus, das der Anteil an Tellur etwa 300 Gramm pro Tonne beträgt und damit 60.000 mal Höher als bei allen anderen Ablagerungsstellen die bisher bekannt sind.

Der Grund warum man die Vorkommen noch nicht abbauen kann liegt einfach an der Tiefe, es ist sehr kompliziert Bergbau unter der Wasseroberfläche durchzuführen. Allerdings glauben die Wissenschaftler auch, das es schneller möglich sein könnte (zwischen 10 und 20 Jahren). Im kommenden Jahr will Papua-Neuguinea mit Unterwasserbergbau vor der Küste in einer Tiefe von 1.600 Metern beginnen, dies ist eine Ähnliche Tiefe wie hier bei den Kanaren. Dort wurden ebenfalls Kobalt und auch Gold in den Krusten gefunden.

Welche Auswirkungen Unterwasserbergbau auf die Region haben könnte ist noch vollkommen unklar. – TF

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