Armutsrisiko auf den Kanaren leicht rückläufig, trotzem 36,4% der Menschen gefährdet!

Kanarische Inseln – Die Zahl der Menschen auf den Kanarischen Inseln, die von Armut bedroht sind, ist im vergangenen Jahr um fast 4%-Punkte gesunken. Nach aktuellen Angaben der Regierung liegt der Wert bei derzeit 36,4% der Gesamtbevölkerung, im Vorjahr waren es 40,2% der Gesamtbevölkerung. Die Daten stammen immer aus dem kompletten Vorjahr, so also aktuell von 2018 verglichen mit 2017.

Die Gefahrenquote in Armut zu rutschen liegt auf den Kanaren laut den neusten Angaben 11%-Punkte über dem Durchschnitt in Spanien. Laut zuständigem spanischen Ministerium für Soziales ist hier das Eingreifen dringend erforderlich, „konkrete und realistische Maßnahmen werden erfordert“.

Die Zahlen stammen im Übrigen aus dem Bericht des europäischen Netzwerks zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung (EAPN).

In konkreten Zahlen ausgedrückt sind derzeit 773.422 Personen auf den Kanarischen Inseln von Armut bedroht.

Auch wenn die zahlen leicht rückläufig sind, gibt es keinen Grund zur Freude, denn eine Zahl (die beängstigt am meisten) ist gestiegen, nämlich die Zahl der Haushalte unter der Armutsgrenze. Auf den Kanaren liegt der Einkommenswert derzeit bei 7.228 Euro im Jahr, wenn man als Haushalt darunter liegt, dann gilt man als Arm. Gefährdet sind derzeit 21,1%, dies ist ein Anstieg von 1,6%-Punkten. Bei Frauen ist es noch gravierender, wenn diese Alleine leben ist deren Risiko um 3,2%-Punkte gestiegen in Armut abzurutschen.

Wieder etwas positiv stimmt der Prozentwert derer, die von schwerer Armut (Einkommen unter 3.614 € pro Jahr) liegt, der Anteil der Bevölkerung auf den Kanaren liegt bei 9,2% und hat sich demnach halbiert. Trotzdem ist es schockierend das noch etwa 10% der Menschen mit weniger als 310 € monatlich überleben sollen/können.

Lediglich in Extremadura geht es den Menschen noch schlechter als auf den Kanarischen Inseln, was das Risiko betrifft in Armut zu rutschen. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
40,2% der Bevölkerung auf den Kanaren von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht, vom 17.10.2018

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