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Gestrandeter Pottwal war größer als gedacht – Unfall bestätigt – Todesursache unklar

Bild Info: 11 Wissenschaftler und Veterinäre untersuchen den Kadaver des Jungbullen in der Deponie von Juan Grande. Bild: Screenshot Canarias7

Juan Grande – Ein Team von 11 Veterinären und Wissenschaftlern untersucht den Kadaver des am Sonntag gestrandeten Pottwals, der Kadaver wurde zur Deponie Juan Grande gebracht. Der Jungbulle wog 9,62 Tonnen und hatte eine Gesamtlänge von 9,1 Metern, also war er noch größer als zunächst angenommen. Die Experten wollen klären, wie der Wal genau gestorben ist.

Erste Erkenntnisse gibt es auch, die Vermutung, dass es eine Kollision mit einem Schiff gab, wurde bestätigt. Der Wal muss von einem Schnellboot oder einer Schnellfähre getroffen worden sein, so die Experten. Er erlitt schwere und saubere Schnitte in der Brust im Kieferbereich und an der Schwanzflosse. „Wenn ein langsames Boot den Wal getroffen hätte wären die Schnitte nicht so tief und fein gewesen“, so die Experten.

Allerdings ist es noch zu früh um sagen zu können, ob der Unfall die Todesursache war oder ob der Wal ggf. schon tot im Meer trieb. Dazu untersuchen die Experten noch genauer die Wunden und die Lunge. Denn an beiden Stellen kann man genau feststellen, ob das Tier bei der Kollision noch lebte.

Des Weiteren glaubt Pascual Calabuig, der Leiter des Wildtierzentrums des Cabildo de Gran Canaria, dass „die Kollision in der Nähe der Isleta stattgefunden haben muss, alle Wal-Sichtungen in der Nähe von Melenara gehen auf die Isleta zurück“, so Calabuig.

In den kommenden 48 Stunden sollen die finalen Ergebnisse vorliegen. – TF

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