Grippewelle fordert bisher 24 Todesopfer auf den Kanaren

Bild Info: Viren können meist nur mit Impfungen vom menschlichen Organismus ferngehalten werden. Bild: Archiv

Kanarische Inseln – Die aktuelle Grippewelle hat auf den Kanarischen Inseln bisher 24 Todesopfer gefordert, allein in der vergangenen Woche starben 6 Personen an der Influenza. Fast alle Todesopfer erkrankten am Virustyp A und lediglich einer der 24 Todesopfer war geimpft, also hat die Impfung leider bei einer Person keine Wirkung gehabt oder war einfach zu spät. In der vergangenen Woche gab es 273 neue Fälle von Grippe die als schwer oder sehr schwer eingestuft wurden, von diesen Personen sind auch nur 13 geimpft. Allerdings ist die Grippewelle in diesem Jahr noch nicht so stark unterwegs wie im vergangenen Jahr.

In ganz Spanien gibt es derzeit 246,9 Krankheitsfälle auf 100.000 Einwohner, auf den Kanarischen Inseln liegt der Wert bei 110 pro 100.000, im vergangenen Jahr lag der Wert bei 181 Fällen pro 100.000 Einwohner. Laut Angaben der Gesundheitsbehörden ist das Virus H1N1 am stärksten vertreten, wobei es auch Fälle mit dem Virus H3N2 gibt.

Besonders stark hat die Grippewelle die Provinzen Madrid, Asturien, Balearen, Kantabrien, Kastilien, Katalonien, Ceuta, Valencia, Navarra, La Rioja und die Kanaren erwischt. Allerdings nimmt im Norden des Landes die Zahl der Grippefälle bereits ab, im Süden des Landes hingegen sind noch leichte Steigerungen festzustellen, das schlimmste scheint aber überwunden zu sein.

Bei den bisherigen Todesopfern ist der größte Anteil in der Altersgruppe ab 64 Jahren zu verzeichnen, 81% aller Patienten hatten zudem Risikofaktoren wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen (43% hiervon), Lungenerkrankungen (30% hiervon) oder Diabetes (28% hiervon).

Grippe ist in Spanien und den Kanaren eine weit verbreitete Erkrankung im Winter, denn viele Touristen aus diversen Ländern bringen verschiedene Viren mit ins Land, dies macht es besonders schwer sich zu Schützen, eine Impfung, besonders für Risikogruppen (Alte Menschen und Menschen aus der Tourismusbranche) ist daher sehr zu empfehlen. – TF

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