Mülltrennung und Recycling: Im Südosten von Gran Canaria klappt dies am besten

Bild Info: Glas wird von vielen Anwohnern aus dem Müll getrennt, die Menge an recycletem Glas stieg im Südosten von Gran Canaria deutlich an. Bild: Archiv

Gran Canaria – Die Themen Mülltrennung und Recycling sind auf den Kanaren immer noch recht schwierig, nach aktuellen Daten werden auf den Kanarischen Inseln rund 18% des anfallenden Mülls recycelt. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, in der Gemeindevereinigung Südost von Gran Canaria nämlich, dazu zählen Santa Lucia de Tirajana, Agüimes und Ingenio. Dort werden derzeit etwa 30% des anfallenden Mülls recycelt. Auf einer Pressekonferenz zu dem Thema sprach auch die Bürgermeisterin von Santa Lucia, Dunia González darüber.

„Während die veröffentlichten Daten zeigen, dass 18% der Abfälle auf den Kanaren recycelt werden, liegen wir bereits bei 30% und wir hoffen, dass wir im Südosten der Insel bis zum Jahr 2030 bei nahezu 100% liegen werden“.

Ein ehrgeiziger Plan. Aber die Zahlen sprechen für den Gemeindeverbund. Im Jahr 2010 sammelte man pro Einwohner in der Gemeinde 349 Kilo Müll, 2018 waren es nur noch 331 Kilo, ein Rückgang von 5,51%. Dafür stiegen die Zahlen bei den entsprechenden recycelbaren Stoffen. Sperrmüll beispielsweise stieg von 399.440 Kilo im Jahr 2010 auf 1,17 Tonnen im Jahr 2018. Auch die Menge an recyceltem Glas stieg deutlich, von 830.410 Kilo im Jahr 2010 auf 1,12 Tonnen im Jahr 2018.

Das Bewusstsein der Einwohner in dem Gemeindeverbund steigt stetig an, es wird getrennt und dies vereinfacht das recyceln. Die drei Gemeinden im Südosten haben zudem bekannt gegeben, das man für die kommenden 8 Jahre rund 77 Millionen Euro für die Müllsammlung ausgeben wird, damit soll sichergestellt werden, dass jeden Tag inklusive Sonntags der Müll abgeholt wird.

Zudem, so die Bürgermeisterin weiter, „werden wir die Überwachung erhöhen, denn es gibt illegale Müllsammler, die dann den Müll illegal entsorgen“. Damit meint sie Unternehmen die für wenig Geld Sperrmüll etc. abholen und diesen dann nirgendwo in die Landschaft schütten. Neben einer stärkeren Überwachung soll auch das Bewusstsein der Menschen für das Thema erhöht werden, dies wäre letztendlich der „Schlüssel zum Erfolg“. Das stimmt wohl. – TF

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