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Robert F. Kennedy in Las Palmas – Die Kanaren sind absolut wettbewerbsfähig bei erneuerbarer Energie
Bild Info: Robert F. Kennedy bei der Klimakonferenz. Bild: Television Canaria

Robert F. Kennedy in Las Palmas – Die Kanaren sind absolut wettbewerbsfähig bei erneuerbarer Energie

Las Palmas – Am gestrigen Dienstag fand in Las Palmas eine Klimakonferenz statt mit bekanntem Besuch, der Neffe des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy, der Anwalt und Umweltaktivist Robert F. Kennedy nahm an der Konferenz teil. Er sagte in einer Rede vor den versammelten Menschen, dass die „Erneuerbaren Energien auf den Kanarischen Inseln absolut wettbewerbsfähig sind“. Das Modell der Erneuerbaren Energien „muss durchgeführt werden, um die Wirtschafts- und Energiewende zu beschleunigen“, so Kennedy weiter.

Er sei zudem „angenehm überrascht“, wie weit man auf den Kanarischen Inseln ist. Die „Anwendung von erneuerbaren Energien in Hotels, die teils 90% des Energieverbrauchs mit Fotovoltaikanlagen generieren“ hat ihn sehr positiv gestimmt.

Er prangerte an, dass „die Stromkosten zu hoch sind, die auf den Inseln gezahlt werden“, seiner Meinung nach hat dies „mit den Ölkonzernen zu tun, die sowohl die Regionalregierung als auch Zentralregierung von Spanien unter Druck setzten“.

Ángel Victor Torres (PSOE) sprach in seiner Rede davon, dass man den Kampf gegen den Klimawandel als eine der Prioritäten der heutigen Gesellschaft ansieht, er versicherte, dass die Regierung der Kanarischen Inseln „dies verstanden hat und den Klimanotfall ausgerufen hat“. Er war dankbar, Robert Kennedy auf den Inseln zu haben, weil er einer der führenden Köpfe ist, der „über dieses Problem der Welt Bescheid weiß“.

Antonio Morales (NC), die Inselpräsident von Gran Canaria, hat in seiner Rede unter anderem gesagt, dass „die besonderen Auswirkungen des Klimawandels auf das Inselgebiet spürbar sind, steigende Temperaturen sind ein Beispiel“. Er versuchte nochmals darauf aufmerksam zu machen, dass sein Modell für Gran Canaria „eine Referenz im Kampf gegen den Klimawandel sein kann“.

Dazu gäbe es zwei Säulen in dem Programm der Regierung. Die erste Säule sei die „Förderung einer nachhaltigen und alternativen Entwicklungspolitik für die Wirtschaft, die nicht auf extremem Wachstum basiert, sondern auf ein ökologisches Konzept“. Im Rahmen dessen stellte er das Dammprojekt zischen Chira und Soria nochmals heraus, da es bis zu 70% der benötigten Energie von Gran Canaria liefern wird.

Zudem soll mit einer zweiten Säule die Gesellschaft in das Konzept der nachhaltigen Entwicklung eingebunden werden. Dies kann mit Förderungen oder Unterstützungen für E-Mobilität oder Eigenversorgung durch erneuerbare Energie erreicht werden. Auch das Tourismusmodell der Insel muss dahingehend angepasst werden, alles hin zur „intelligenten Insel“. – TF

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