Seit 1. August stellen Flugdrohnen Strafzettel auf den Kanarischen Inseln aus

Bild Info: Drohnen kontrollieren seit dem 1. August die STraßen auf den Kanarischen Inseln. Bild: Screenshot Canarias7

Kanarische Inseln – Das Straßenverkehrsamt (DGT) der Kanarischen Inseln bestätigte, dass ab diesem Monat Flugdrohnen damit beginnen werden Strafen gegen Fahrzeuge auszustellen, die sich nicht an die Regeln halten. Dafür wurde eigens eine eigene Abteilung im Straßenverkehrsamt eingerichtet, dessen Leiter Rubén López bestätigte, dass sich „die Drohnen auf den Kanaren befinden, um den zunehmenden Verkehr zu überwachen, der sich hier während der Ferienzeit verstärkt“.

Die Drohnen sollen wohl die Straßen überwachen, die ein besonders hohes Unfallrisiko haben, besonders bei Radfahrer, Motorradfahrern und Fußgängern. Ebenso sollen die Drohnen unterstützend genutzt werden in Fällen, in denen der Verkehr besonders hoch ist, Aufgaben die bisher auch Hubschrauber übernommen haben, so kann man schneller und flexibler handeln und den Verkehr überwachen, besonders bei Staus.

Von derzeit 11 Drohnen sind 3 dafür zertifiziert, um auch Strafen zu erfassen und auszustellen. Die 8 anderen Drohnen werden lediglich zu allgemeinen Überwachung eingesetzt. Es sollen aber 20 weitere Drohnen angeschafft werden, die dann ebenfalls zertifiziert werden sollen.

Bei der Verarbeitung der Strafen gibt es zwei Varianten, zum einen ist es möglich, dass die Drohnen die Informationen an einen Streifenwagen der Guardia Civil in der Nähe meldet, dieser Wagen kann den Verkehrsteilnehmer dann „abfangen“ und die Strafe aussprechen. Die zweite Variante läuft dann klassisch wie bei einer Radarkontrolle, die Daten werden nachträglich ausgewertet und die Strafe per Post zugestellt.

Laut weiteren Angaben des DGT sollen allein im August 47 Millionen Überwachungen auf den Straßen der Kanarischen Inseln stattfinden. Besonders an den Wochenenden im August sollen die Drohnen im Dauereinsatz sein, denn durch die Ferien wird ein sehr hohes Verkehrsaufkommen an den Wochenenden erwartet. Zudem bestätigte das Straßenverkehrsamt, dass man seit dem 1. Juli 20 weitere mobile Radaranlagen im Einsatz hat. – TF

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