Tourismus bricht ein: Preise sinken, Gästeanzahl sinkt, nur Stellen gab es mehr – noch…

Bild Info: Der Umsatz sank ebenso wie die Zahl der Urlauber und die Zahl der Übernachtungen. Die STrände waren etwas leerer als letztes Jahr im Februar. Bild: Infos-GranCanaria.com

Kanarische Inseln – Der Zusammenfall des Tourismussektors auf den Kanarischen Inseln hat im vergangenen Februar an Fahrt aufgenommen, laut neusten Daten des nationalen Statistikinstituts (INE) lag die Belegungsquote der Übernachtungsbetriebe (alle Unterkünfte zusammen) im Februar 2019 auf den Kanarischen Inseln bei 71,6%, dies sind 6%-Punkte weniger als im Februar 2018. Auch der Umsatz ist um 9% gesunken, also deutlicher als die Zahl der Gäste, dies deutet darauf hin, das trotzt geringerer Zimmerpreise weniger Gäste die Inseln besucht haben. Der noch vorhandene Lichtblick ist, dass die Zahl der Beschäftigten weiter gestiegen ist.

Bei der Zahl der Übernachtungen in allen Unterkünften ermittelte INE einen Rückgang von 5% im Vergleich mit dem Vorjahresmonat, insgesamt seien 5,11 Millionen Übernachtungen registriert worden. Damit gibt es einen Rückgang der Übernachtungszahlen im elften Monat in Folge. Der Preisverfall hat eingesetzt, 1,6% verlangten die Betriebe in Schnitt weniger, aber die Urlauber bleiben trotzdem aus. Letztendlich nahmen die Betriebe 2,84% weniger pro belegtem Zimmer ein. Der Preis pro verfügbarem Zimmer auf den Kanaren sei zudem um 8,8% gesunken, verglichen mit dem Februar 2018. Die Nachfrage der nationalen Gäste, die weiterhin gestiegen ist, gleicht den Wegfall der Gäste aus dem Ausland bisher nicht aus.

Der Hotelsektor ist noch immer recht stabil, so sank die Zahl der Kunden in Hotels um 1,4%, also deutlich geringer als der Gesamtanteil, auch bei der Zahl der Nächte konnten die Hotels weiterhin besser abschneiden als die anderen Ferienunterkünfte, hier sank die Zahl um 2,8%.

Laut INE sind dies die schlechtesten Ergebnisse der letzten drei Jahr für die Kanarischen Inseln. Auch wenn die Zahl der Beschäftigten in dem Sektor um 1,6% auf aktuell 47.620 Arbeitnehmer gestiegen ist, kann man hier nicht von einem positiven Trend sprechen, es wird nur eine Frage der zeit sein, bis die ersten Stellen gestrichen werden. – TF

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