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Ein letzter und “lockerer” Alarmzustand für Spanien wird beantragt
Bild Info: Sánchez vor der Presse - BILD: Regierung Spanien

Ein letzter und “lockerer” Alarmzustand für Spanien wird beantragt

Spanien – In seiner TV-Ansprache am gestrigen Sonntag sprach Pedro Sánchez darüber, wie der letzte Alarmzustand aussehen wird, den er beantragen will. Die Vorzeichen stehen gut, denn ERC aus Katalonien will sich enthalten und PNV aus dem Baskenland will wieder dafür stimmen. Laut Sánchez wird der letzte Ausnahmezustand, der dann bis zum 21. Juni laufen würde, fast die volle Kontrolle wieder zurück an die autonomen Gemeinschaften geben, lediglich die eingeschränkte Mobilität bleibt in der Verantwortung des Gesundheitsministeriums von Spanien. Zudem sagte Sánchez, dass fast das gesamte Land ab dem 8. Juni 2020 wohl in Phase 3 des Lockerungsplanes eintreten wird.

Sánchez betonte auch, dass „die festgelegten Normen eingehalten werden müssen und wir uns auf die Eigenverantwortung besinnen, dies ist für den Schutz der öffentlichen Gesundheit von wesentlicher Bedeutung“.

Da Spanien auf dem letzten Teilstück der Lockerungen angekommen ist, hat Sánchez gesagt, dass es seine „Absicht ist, eine endgültige Verlängerung des Alarmzustandes um 15 Tage zu beantragen, diese wird leichter sein und wird die maximale Verantwortung in die autonomen Regionen übertragen“.

Er dankte auch den beiden wohl bekanntesten Personen derzeit, dem Gesundheitsminister Illia und Doktor Fernando Simón. Der Doktor habe immer einen kühlen Kopf bewahrt, jede Frage beantwortet und sich niemals provozieren lassen. Gesundheitsminister Illa habe „nie versagt“. Zudem sei er „immer ruhig und sachlich geblieben, er hat immer den Dialog gesucht und sich niemals ein schlechtes Wort erlaubt“.

Er sprach auch nochmals kurz den Tourismus an und nannte diesen „einen der strategischen Sektoren unserer Wirtschaft“, in „wenigen Tagen werden wir die Wunder genießen können, die unser Land uns bietet, von Freunden und Begegnungen, die uns nach schrecklichen Monaten trösten werden. Die Menschen, die uns jedes Jahr besuchen, sind unsere Verbündeten“, sagte er. Genaue Daten und Informationen gab er natürlich wieder nicht an.

Er sagte auch, dass man „Lehren aus diesem beispiellosen Gesundheitsnotfall zeihen wird“. Eine dieser Lehren soll sein, dass „wir es nicht zulassen werden, dass unser nationales Gesundheitssystem weiter geschwächt wird“, auch die Forschung steht wieder weit oben auf der Agenda, denn „die Wissenschaft wird nicht als Motor des Fortschritts außer Acht gelassen werden“.

Er sprach auch, wenn nur indirekt, über die Proteste mit den spanischen Flaggen. Denn „die spanische Flagge dient nicht als Symbol der Spaltung, sondern der Vereinigung“. Es sei an der Zeit, „Spanien zu verwandeln, zu schützen und voranzukommen, ohne jemanden zurückzulassen“. – TF

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