Mehr Druck gegenüber Madrid gefordert – Kanaren wollen endlich Gleichbehandlung
Bild Info: Torres steht in der Koalition unter Druck - BILD: ACFI Press

Mehr Druck gegenüber Madrid gefordert – Kanaren wollen endlich Gleichbehandlung

Kanarische Inseln – Politische Entscheidungen in Madrid sorgen auch für Druck in der Regierungskoalition der Kanarischen Inseln. Die Regierung von Spanien genehmigt eine Neuverschuldung für das Baskenland und Navarra, bisher als einzige Region. Die Kanarischen Inseln fordern dies schon seit Beginn der Coronakrise, doch sehen einige Politiker derzeit einen Mangel an Intensität in dieser Forderung. Ángel Víctor Torres müsse gegenüber Pedro Sánchez energischer auftreten, um klar zu machen, dass man die Kanarischen Inseln genau so behandeln müsse, wie eben das Baskenland oder Navarra.

Besonders die Koalitionspartner ASG und NC fordern dies von Torres. Beide Fraktionen verstehen zwar, das Torres mit „Umsicht handelt“, aber wie Luis Campos (NC) sagte, glauben sie, „dass es Zeit für mehr Nachdruck vonseiten des Präsidenten geben muss“. Torres müsse „seine Energien verdoppeln und eine Gleichbehandlung für die Kanarischen Inseln fordern, das es die autonome Gemeinschaft ist, in der die Auswirkungen der Coronakrise am größten sein werden“.

Podemos erinnerte jedoch daran, dass „die spanische Regierung eine bilaterale Kommission für die Kanarischen Inseln angekündigt hat, um sich mit den spezifischen Fragen zu befassen“. Man ist überzeugt davon, dass „es Fortschritte geben wird, wie bisher bei allen Sitzungen der Präsidenten“. Zudem merkt man an, dass die Nutzung des Finanzüberschusses der Kanaren und neue Schulden auch „in hohem Maße von der EU abhängen“.

Die Opposition kritisiert ebenfalls das die Entscheidung von Madrid für das Baskenland und Navarra nicht zulässig ist. Es sei eine „Verachtung der kanarischen Regierung“, so Australia Navarro (PP), man sieht, dass die lokale Regierung ein „politisches Gewicht von null“ darstellt. Dies zeigt auch, dass obwohl „Torres es immer wiederholt, die Kanaren nicht zu den Prioritäten der spanischen Regierung gehören“.

Ähnlich äußerte sich auch die Vorsitzende von Ciudadanos, Vidina Espino, man ist „ratlos“ wie diese Einigung für das Baskenland und Navarra zustande gekommen ist und fordert von Torres dafür einzustehen, dass „die Kanarischen Inseln gleich behandelt werden“. – TF

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