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Morales kritisiert EU und Spanien – Beide wollen die Insel als “Gefängnis” für Flüchtlinge nutzen
Bild Info: Morales im Hafen von Arguineguín - BILD: Archiv / Regierung Gran Canaria

Morales kritisiert EU und Spanien – Beide wollen die Insel als “Gefängnis” für Flüchtlinge nutzen

Gran Canaria – Der Inselpräsident Antonio Morales (NC) hat am gestrigen Montag sowohl die EU als auch Spanien dazu aufgefordert die Blockadepolitik beim Thema Flüchtlingskrise zu beenden. Er sieht es derzeit so, dass beide die Insel Gran Canaria „als Gefängnis nutzen, um die Flüchtlinge daran zu hindern, den Kontinent zu erreichen“. Er sieht hier auch eine „Tragödie von enormer menschlicher Bedeutung“.

Zudem sieht er es mittlerweile so, dass „Europa eine klare Strategie hat, um zu verhindern, dass diese Menschen, die nach einer Lebensweise suchen, den Kontinent erreichen“. Diese Strategie beinhaltet „bestimmte Gebiete wie Lampedusa, Lesbos, Melilla oder auch die Kanarischen Inseln in Gefängnisse für Flüchtlinge zu verwandeln“.

„Dies ist unzulässig“, so der Präsident des Cabildo de Gran Canaria, der erneut gefordert hat, dass Spanien die „Transferpolitik umsetzt, die erforderlich ist, damit diese Menschen den Kontinent erreichen“. Er gibt auch an, dass „Spanien 60 % der Flüchtlingsplätze frei hat, diese werden aber nicht genutzt“. Er forderte zudem nochmals, dass „Gran Canaria vernünftige Erstaufnahmezentren benötigt, es gibt militärische und staatliche Einrichtungen, die genutzt werden könnten, dies wird aber nicht getan“.

Unser Kommentar:

Es ist erschrecken, wie sich die EU und auch Spanien verhalten. Beide ignorieren die Tatsache, dass die Kanarischen Inseln, hier insbesondere Gran Canaria, völlig überlastet sind. Die Menschenmengen, die hier derzeit täglich ankommen, sind für die Insel einfach nicht mehr stemmbar. Aber man kann schon lange sehen, dass die EU keinerlei Interesse an einer humanitären Lösung für das Thema Flüchtlinge hat. Es wird seit Jahren diskutiert und es passiert nichts. Das war weder in Italien der Fall noch in Griechenland. Das Thema wird uns immer weiter begleiten, solange hier keine vernünftigen Regelungen gefunden werden. Flüchtlinge gab es schon immer und diese wird es auch weiterhin geben. Aber die Verfahren in der EU sind verstaubt und extrem langsam, sodass bei der aktuellen Menge die Inseln wie ein Tsunami überrollt werden könnten. Die EU und in erster Linie Spanien müssten umgehend handeln, der Ton der lokalen Politik muss noch schärfer werde und ggf. Muss man auch Klagen einreichen. – TF

Was passiert normalerweise mit Flüchtlingen, ist aber aufgrund der Pandemie & Menschenmenge derzeit nicht umsetzbar:
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