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Planung: Ausnahmezustand bis 9. Mai, keine echten Lockerungen, Kinder bis 12 dürfen raus

Spanien – In seiner Fernsehansprache am gestrigen Abend hat Pedro Sanchez (PSOE) angekündigt, dass der Ausnahmezustand bis zum 9. Mai verlängert werden soll, er wird einen entsprechenden Antrag in das Parlament einbringen. Der aktuelle Ausnahmezustand würde theoretisch am 26. April 2020 enden, die Verlängerung gilt bisher immer als Formsache. Zu Beginn seiner Ansprache erinnerte Sanchez nochmals an die Verstorbenen und versichert, dass diese „geehrt werden“, diese Pandemie „hat unser Gesundheitssystem fast zusammenbrechen lassen“.

Er sagte auch, dass „wir es geschafft haben die Ausbreitung des Virus einzudämmen, aber es sind fragile Erfolge, die wir leicht verlieren können“. Daher ist es „vorerst noch nicht möglich, den Ausnahmezustand und die damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen zu beenden, deshalb werde ich eine Verlängerung bis zum 9. Mai beantragen“.

Er gab auch wieder Zuversicht weiter, denn in Spanien seien bis gestern Abend 42 % aller Infizierten bereits wieder geheilt, es ist eine der höchsten Raten in den betroffenen Ländern weltweit.

Es wird aber eine minimale Lockerung geben. Denn Sanchez sagte, „ab dem 27. April wird es eine Erleichterung geben, damit die kleinsten auf die Straße gehen können, diese werden natürlich kontrolliert“. Damit sind Kinder gemeint. Auf Nachfrage der Presse konnte er noch keine genauen Details nennen, wie das vonstattengehen könnte. Aber das maximale Alter der Kinder, die dann raus dürfen, soll wohl bei 12 Jahren liegen. Alle älteren dürfen weiterhin nicht raus. Damit wurden auch Hoffnungen zerstört, dass man beispielsweise alleine draußen Sport treiben könnte oder das man ggf. mal etwas Spazierengehen könnte. Besonders letzteres ist etwas, dass die Seele der Menschen beruhigen würde, daher gibt es diese Forderung schon lange, zudem ist die Sonnenstrahlung förderlich für die Gesundheit, aber darauf muss man nun noch weiter verzichten.

Weiterhin harter Kurs

Spanien hält damit also weiter an den in Europa schwersten Maßnahmen fest. Denn in vielen Ländern sind seit Anfang an Bewegung von bis zu 60 Minuten am Tag im freien erlaubt. In Frankreich durfte man beispielsweise Joggen gehen, bis zu 1 Kilometer entfernt von zu Hause. Selbst in Italien war Sport im Freien erlaubt, alleine, aber es war und ist erlaubt. In Deutschland kann man gar mit der ganzen Familie vor die Tür. Das gilt auch in Belgien, Holland und den nordeuropäischen Ländern. Nur wenn man diese Maßnahmen in Spanien am eigenen Leib erfährt, versteht man wie schwer es ist, nun schon seit über 33 Tagen in völliger Isolation zu leben.

Bezüglich weiterer Lockerungen mit verschiedenen Systemen in den Regionen in Spanien sagte Sanchez, dass diese „Deeskalation homogen sein muss“. Was jedoch „unterschiedlich sein kann, hängt von der Stadt oder der Provinz ab“.

Er gab unter anderem zu, noch keine Antwort auf die Frage zu haben, ob die Spanier im Sommer Urlaub machen können. Er versprach, selbstkritisch und bescheiden zu sein. Bezüglich der Konfrontation mit der PP versicherte Sanchez, dass „eine Dosis Verantwortung zwischen den Fraktionen vorhanden sein muss“. Das würde jedoch „nicht bedeuten, dass Einheit gleich Einigkeit ist“.

Dies gilt auch für ein europäisches „Wiederaufbauabkommen“, so wie Sanchez es nannte. „Der Puls war hoch, aber es trägt Früchte“. Er sei zuversichtlich, dass „wir gemeinsam das Virus stoppen werden und gemeinsam werden wir diese Krise überwinden, die wir uns nie vorstellen konnten“. – TF

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