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Ratgeber: Online-Zertifikate für Anträge etc. erleichtern das Leben in Spanien
Bild Info: Screenshot der Antragsseite

Ratgeber: Online-Zertifikate für Anträge etc. erleichtern das Leben in Spanien

Nicht nur eine Krise, wie beispielsweise die Coronakrise, zeigt, dass es immer wichtiger wird, dass wir Online dinge erledigen können. In Spanien ist das recht einfach gelöst. Man kann ein digitales Zertifikat erhalten, das geht auch für Ausländer. Mit diesem Zertifikat kann man fast alles online erledigen, sei es Anträge stellen oder Adressdaten ändern etc. In der Coronakrise hat sich gezeigt, dass dies der schnellste und einfachste Weg ist allerlei Anträge zu stellen, besonders zu jeder Tageszeit oder dann, wenn die Gemeindebüros etc. geschlossen sind.

Doch wie kann man ein solches Zertifikat bekommen und welche Geräte sind dafür geeignet?
Zunächst das Einfachste, denn das Gerät ist unwichtig. Die Regierung stellt die Zertifikate für jedes Endgerät zur Verfügung. So kann man sowohl einen stationären PC, also auch Laptops, Tablets oder sogar die Smartphones mit diesem Zertifikat versehen und diese für den Zugang nutzen. Die einzige Voraussetzung ist eine Internetverbindung.

Auch der Erhalt des Zertifikates ist eigentlich recht simpel, man muss allerdings etwas Spanisch können, denn alles wird auf Spanisch geregelt, wie dies bei den Behörden im Land üblich ist. Dies gilt natürlich auch für alle Anträge und Co., die man anschließend mit dem Zertifikat stellen kann.

Zunächst muss man auf die Webseite des Real Casa de la Moneda gehen, dort kann man dieses Zertifikat beantragen. Zur einfacheren Auffindung haben wir hier das entsprechende Antragsformular verlinkt.

Anschließend folgen Sie einfach den Schritten im folgenden Video:




Als Ausländer ist die „No del Documento de Identificación“ die NIE. Der Nachname muss exakt so geschrieben werden wie auf der Residencia oder der NIE angegeben, man sollte darauf achten, dass die Dokumente immer wirklich korrekt mit Vornamen und Nachnamen versehen sind, sonst kann es zu Problemen kommen. Dann noch die Mailadresse eingeben und durch erneute Eingabe bestätigen. Die vorausgefüllte Sicherheit des Passwortes sollte man bestehen lassen. Dann noch auf „Enviar peticón“ klicken.


Man bekommt eine E-Mail, darin sind alle notwendigen Daten enthalten um sich persönlich bei den zugelassenen Behörden und Verwaltungsbüros verifizieren zu lassen. Welches Büro am nächsten liegt, kann man über diese Webseite abfragen (KLICK HIER).

Dann muss man noch zu dem Büro gehen, das Dokument (Residencia, NIE) nicht vergessen sowie den gültigen Ausweis. Wenn man vor Ort verifiziert wurde, bekommt man eine Art Schlüssel. Man muss dann diesen Schlüssel nur noch in den dafür vorgesehenen Bereich (Código de Solicitud) bei Schritt 4 eingeben, danach kann man das Zertifikat herunterladen und im Browser abspeichern. Achtung nicht jeder Browser funktioniert, das wird einem aber auch angezeigt. Wenn man alle Daten in Schritt 4 angegeben hat (siehe Video unten), dann kann man mit „Descargar Certificado“ dieses wichtige Zertifikat herunterladen.





In einigen Fälle ist eine sogenannte „Autofirma notwendig“, dazu sollte man das separate Programm hier herunterladen und installieren.

Doch wo kann man dieses Zertifikat eigentlich anwenden?

Nun, sowohl bei der zentralen Administration in Spanien, als auch bei den autonomen Administrationen sowie lokalen Administrationen. Bei manchen Universitäten, und Dienstleistern wie Endesa und Mercadona kann man damit auch arbeiten. Für die Kanarischen Inseln ist es das SEDE der Kanaren, das finden Sie hier (KLICK). In der Coronakrise konnte man so beispielsweise den Mietzuschuss oder die 30 % Extraaufstockung für Autonomos beantragen.


Wir empfehlen jedem, dieses Zertifikat zu nutzen, denn es erleichtert ungemein die Vorgänge, ist man doch weder an Öffnungszeiten gebunden, noch an die teils langen Wege auf der Insel. Bei manchen Vorgängen, wie Ummeldung von KFZ, ist dieses Zertifikat leider nicht hilfreich ebenso die Verlängerung des Führerscheines oder alles andere was eine zwingende Präsenz erfordert, weil alte Dokumente eingezogen werden müssen. Trotzdem es lohnt sich sehr!

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